Lagebericht Mittelstand Winter 2009 / 2010
Die Volksbanken im Kreis Soest führen traditionell jährlich in der mittelständischen Wirtschaft ihres Geschäftsgebietes eine Konjunkturbefragung durch.
An der aktuellen Befragung im Januar 2010 beteiligten sich 381 Unternehmen. Sie verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Wirtschaftszweige, Betriebsgrößen- und Umsatzklassen:
Wirtschaftszweige
Verarbeitendes Gewerbe 20%
Bau- und Ausbaugewerbe 18%
Handel 22%
Dienstleistungsgewerbe 40%
Betriebsgrößenklassen
1 – 19 Mitarbeiter 67%
20 – 49 Mitarbeiter 18%
50 – 99 Mitarbeiter 8%
100 und mehr Mitarbeiter 7%
Umsatzklassen
unter 500.000 Euro 41%
unter 1 Mio. Euro 16%
1 bis unter 5 Mio. Euro 25%
5 bis unter 10 Mio. Euro 7%
10 bis unter 50 Mio. Euro 9%
50 Mio. Euro und mehr 2%
Stimmung im Mittelstand steigt
Im Jahr 2009 hat in der mittelständischen Wirtschaft im Kreis Soest – trotz Finanzkrise und schwacher Konjunktur – eine deutliche Erholung eingesetzt. Das Stimmungsbarometer, das sich aus der Bewertung der aktuellen Lage und den Erwartungen für die Zukunft zusammen-setzt, ist von 94,1 auf aktuell 100,0 Punkte gestiegen. Der Stimmungsanstieg ist insbesondere auf eine optimistischere Einschätzung der befragten Unternehmer hinsichtlich der weiteren geschäftlichen Entwicklung zurückzuführen.
Branchenübergreifend berichtet mehr als jeder dritte befragte Unternehmer (36%) von einer Verbesserung seiner Geschäftslage, während jeder Fünfte (20%) eine Verschlechterung meldet. Die Geschäftsentwicklung verlief damit im Jahr 2009 per saldo besser als in 2008. Zudem übertrifft sie die Erwartungen der Mittelständler deutlich. Ende 2008 hatten lediglich 14 Prozent der befragten Unternehmer im Kreis Soest mit anziehenden Geschäften gerechnet, während jeder Vierte (25%) ein Nachlassen befürchtete.
Die verbesserte Geschäftsentwicklung schlägt sich kaum nieder in der Beurteilung der aktu-ellen Geschäftslage, die insgesamt ähnlich ausfällt wie im Vorjahr. Der Anteil derjenigen Un-ternehmer, die ihre Geschäftslage als sehr gut bezeichnen, hat um 3 Prozentpunkte zuge-nommen (5%; i.Vj. 2%). Gleichzeitig ist der Anteil der Mittelständler, die mit ihrer aktuellen geschäftlichen Situation unzufrieden sind, ebenfalls um 3 Prozent gestiegen (21%; i.Vj. 18%). Über eine gute oder sehr gute Geschäftslage verfügen gegenwärtig 37 Prozent der mittelständischen Unternehmen, nach 36 Prozent im Winter 2008 / 2009.
Die Erwartungen der mittelständischen Unternehmer im Kreis Soest fallen deutlich besser aus als in der letzten Befragung und sind per saldo ins Positive gedreht: Immerhin ein Viertel der Befragten (25%; i.Vj. 14%) blickt mit Zuversicht ins neue Jahr, während jeder Elfte (9%; i.Vj. 25%) mit einem Nachlassen seiner Geschäfte rechnet. Die Mehrheit der befragten Un-ternehmer (66%; i.Vj. 61%) geht von einer gleich bleibenden Geschäftslage in den kommen-den Monaten aus.
Stimmungsplus im Verarbeitenden Gewerbe beträgt 10,2 Punkte
Das Stimmungsbarometer der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe ist um 10,2 Punkte auf aktuell 96,4 Punkte gestiegen. Der Stimmungsanstieg liegt absolut betrachtet deutlich über den Entwicklungen der anderen Branchen – aufgrund des niedrigen Ausgangsniveaus vom Jahresbeginn 2009 bleibt der Stimmungsindex des Verarbeitenden Gewerbes jedoch erneut hinter den anderen Wirtschaftszweigen zurück, mit Ausnahme des Handels. 42 Pro-zent der befragten Unternehmer aus dem Verarbeitenden Gewerbe berichten von einer ver-besserten, 26 Prozent von einer verschlechterten geschäftlichen Entwicklung. Die aktuelle Geschäftslage wird von den Unternehmern insgesamt leicht besser beurteilt als im Vorjahr. Gegenwärtig befindet sich nach eigenen Angaben jeder vierte bis fünfte Mittelständler (22%) in einer guten geschäftlichen Situation nach 18 Prozent im Vorjahr. Das Testat „sehr gut“ wurde von 3 Prozent der Befragten vergeben – zum Jahreswechsel 2008/2009 wies kein Verarbeitender Betrieb eine sehr gute Geschäftslage auf. Der Anteil der unzufriedenen Un-ternehmer beträgt unverändert 27 Prozent.
Die Hälfte der befragten Unternehmer des Verarbeitenden Gewerbes geht davon aus, dass sich ihre Geschäftslage in den kommenden Monaten kaum verändern wird. Mehr als jeder Dritte (35%) ist allerdings optimistisch gestimmt, während 15 Prozent der Befragten eine Verschlechterung befürchten.
Bessere Stimmung auch im Handwerk
Auch unter den befragten Handwerksunternehmen im Kreis Soest ist die Stimmung gestie-gen. Der Stimmungsindex des Handwerks gewinnt 5,7 Zähler und steht aktuell bei 99,7 Punkten. Die Geschäftsentwicklung ist in den vergangenen Monaten für 37 Prozent der be-fragten Unternehmer positiv verlaufen. Verschlechtert hat sich die Situation für 22 Prozent der Handwerksunternehmen. Die geschäftliche Entwicklung fiel damit per saldo besser aus, als von den Unternehmern Ende 2008 erwartet worden war. Damals hatte lediglich jeder zehnte befragte Handwerksbetrieb (10%) mit einer Geschäftsbelebung gerechnet, während knapp jeder Vierte (24%) einen Rückgang erwartete. Die über den Erwartungen liegende Geschäftsentwicklung im Handwerk schlägt sich allerdings noch nicht in der Einschätzung der aktuellen Lage nieder. Nach 41 Prozent im Vorjahr bezeichnen gegenwärtig 29 Prozent der Handwerksbetriebe ihre geschäftliche Situation als gut, weitere 6 Prozent als sehr gut (i.Vj. 0%). Unzufrieden mit ihrer Situation sind 15 Prozent der befragten Unternehmer nach19 Prozent im Vorjahr.
Die Erwartungen der Handwerksunternehmen für die kommenden Monate sind per saldo po-sitiv: Jeder vierte bis fünfte Befragte (22%; i.Vj. 10%) rechnet mit einer Verbesserung seiner Geschäftslage. Halb so viele Befragte (11%; i.Vj. 24%) erwarten ein Nachlassen der Ge-schäfte.
Bau- und Ausbaugewerbe mit überdurchschnittlicher Geschäftsentwicklung
Das Stimmungsbarometer im Bau- und Ausbaugewerbe verzeichnet ein Plus von 4,0 Punkten. Mit einem aktuellen Zählerstand von 102,8 liegt das Bau- und Ausbaugewerbe damit deutlich über dem branchenübergreifenden Durchschnitt und nur knapp hinter dem Spitzenreiter Dienstleistungsbranche (103,0 Punkte). 46 Prozent der Unternehmer des Bau- und Ausbaugewerbes melden eine verbesserte geschäftliche Entwicklung. Von einer Ver-schlechterung berichten 15 Prozent der Befragten. Per saldo fällt die Geschäftsentwicklung im Bau- und Ausbaugewerbe damit weit überdurchschnittlich aus und besser als in jeder an-deren Branche. Dies zeigt sich auch in der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage: Der An-teil der sehr guten Bewertungen ist um 5 Prozentpunkte gestiegen (7%, i.Vj. 2%). Gleichzeitig ist der Anteil der schlechten Bewertungen um 5 Prozentpunkte gesunken (12%; i.Vj. 17%).
Beim Blick in die nahe Zukunft überwiegen die optimistischen die pessimistischen Progosen der Unternehmer. Während jeder vierte befragte Unternehmer der Bau- und Ausbaubranche (25%; i.Vj. 15%) eine Geschäftsbelebung in den kommenden Monaten erwartet, rechnet jeder Zehnte (10%; i.Vj. 17%) mit einem Geschäftsrückgang.
Geschäftsentwicklung im Handel über den Erwartungen
Das Stimmungsbarometer im Handel kann um 5,4 Punkte auf einen aktuellen Stand von 95,0 Punkten zulegen. Die Geschäftslage hat sich für 29 Prozent der befragten Handelsun-ternehmen in den vergangenen Monaten verbessert, womit lediglich 7 Prozent der Befragten gerechnet hatten. 19 Prozent berichten von einer verschlechterten Geschäftsentwicklung – befürchtet hatte dies zum Jahreswechsel 2008 / 2009 knapp jedes dritte (31%) Handelsun-ternehmen.
Die gegenwärtige Geschäftssituation wird von annähernd jedem fünften Befragten der Han-delsbranche (24%; i.Vj. 33%) als gut und von 4 Prozent (i.Vj. 2%) als sehr gut bewertet. Die Unzufriedenheit im Handel ist gestiegen: Aktuell bezeichnen 27 Prozent der befragten Un-ternehmen ihre geschäftliche Situation als unbefriedigend, nach 22 Prozent im Vorjahr.
Annähernd jeder fünfte mittelständische Handelsunternehmer (19%) rechnet in den kom-menden Monaten mit einem Aufschwung, während jeder Zehnte (10%) eine Verschlechte-rung der geschäftlichen Entwicklung prognostizier. Die große Mehrheit (71%) erwartet wenig bis keine Veränderungen.
Gute Geschäftslage im Dienstleistungsgewerbe
Das Stimmungsbarometer in der Dienstleistungsbranche ist um 4,9 Zähler auf aktuell 103,0 Punkte gestiegen und übertrifft damit alle anderen Branchen. Die geschäftliche Entwicklung hat sich in den vergangenen Monaten für annähernd jedes dritte befragte Dienstleistungsun-ternehmen (31%) verbessert, während gleichzeitig jedes Fünfte (20%) eine Verschlechterung meldet. Erwartet hatten eine Verbesserung Anfang 2009 nur 16 Prozent der befragten Un-ternehmer - 19 Prozent hofften auf eine Belebung ihrer Geschäfte.
Aktuell bewertet annähernd jedes zweite mittelständische Dienstleistungsunternehmen seine aktuelle Geschäftslage mit gut (42%; i.Vj. 38%) oder sehr gut (6%; i.Vj. 3%) – so viele wie in keiner anderen Branche. Allerdings hat auch die Zahl der unzufriedenen Unternehmer zuge-nommen: Eine unbefriedigende Geschäftssituation beklagen aktuell 18 Prozent der befragten Unternehmer aus dem Dienstleistungssektor nach 12 Prozent im Winter 2008 / 2009.
Der weiteren geschäftlichen Entwicklung in den nächsten Monaten sehen 23 Prozent der be-fragten Dienstleistungsunternehmer positiv entgegen, während lediglich 6 Prozent eine Ver-schlechterung der geschäftlichen Situation erwarten.
Leichte Entspannung auf der Kostenseite
In den vergangenen Monaten hat sich die Kostensituation im Mittelstand leicht entspannt, was u. a. auf die im Laufe des Jahres 2009 gefallenen Energie- und Rohstoffpreise zurück zu führen sein dürfte. Der Saldo von Positiv- und Negativmeldungen ist ausgeglichen und liegt damit leicht über den Erwartungen vom Jahresbeginn 2009. Branchenübergreifend konnten 15 Prozent der befragten Unternehmer – nach 12 Prozent im Vorjahr – eine Verbesserung feststellen. Dabei hat sich die Situation tendenziell für mehr mittlere und große Unternehmen entspannt als für kleine Betriebe. Gestiegenen Kosten sahen sich in den vergangenen Monaten ebenfalls 15 Prozent aller befragten Unternehmer ausgesetzt, nach 23 Prozent im Vorjahr. Die Mehrheit (70%) der befragten Mittelständler im Kreis Soest konnte allerdings kaum Veränderungen auf der Kostenseite feststellen.
In den kommenden Monaten erwartet jeder sechste bis siebte befragte Unternehmer (15%) eine Verbesserung seiner Kostensituation, während ähnlich viele (16%) mit einer Ver-schlechterung rechnen.
Weniger Spielraum für Preiserhöhungen
Während in 2008 noch doppelt so viele mittelständische Unternehmen Preiserhöhungen durchsetzen konnten (20%) als Preissenkungen vornehmen mussten (9%), hat sich die Ent-wicklung im Jahr 2009 umgekehrt. Wie von den Unternehmern Anfang 2009 bereits erwartet worden war, waren die Preiserhöhungsspielräume im Laufe des Jahres beschränkt. Nur noch jedes elfte befragte Unternehmen (9%) konnte von Preiserhöhungen profitieren. Bran-chenübergreifend berichtet jeder siebte bis achte Mittelständler (13%) von einer Senkung seiner Verkaufspreise. Im Verarbeitenden Gewerbe liegt dieser Anteil mit 22 Prozent am wei-testen über dem branchenübergreifenden Durchschnitt. Am besten schneidet das Dienstleis-tungsgewerbe ab: Hier halten sich mit jeweils 6 Prozent die Unternehmen, die ihre Verkaufs-preise erhöhen konnten und diejenigen, die diese senken mussten, die Waage.
In den nächsten Monaten sehen 16 Prozent der Befragten Möglichkeiten für eine Anhebung der Verkaufspreise. 9 Prozent rechnen künftig mit Preissenkungen. Drei Viertel der befragten Unternehmer (75%) kalkulieren für die nächsten Monate mit unveränderten Verkaufspreisen.
Ertragslage in jedem zweiten Unternehmen unverändert
Branchenübergreifend haben sich die Erträge in den befragten mittelständischen Unterneh-men im Kreis Soest per saldo positiv entwickelt. Zudem liegt die Entwicklung aufgrund der zum Teil gesunkenen Kosten über den Erwartungen. Aktuell melden branchenübergreifend 29 Prozent der mittelständischen Unternehmer im Kreis Soest eine verbesserte Ertragslage, während annähernd jeder Fünfte (19%) von einer Verschlechterung berichtet. Besser als in den anderen Branchen haben sich die Erträge im Bau- und Ausbaugewerbe entwickelt: 37 Prozent der befragten Bau- und Ausbauunternehmen melden gestiegene, 18 Prozent gesun-kene Erträge.
Dennoch ist die Unzufriedenheit unter den mittelständischen Unternehmern gestiegen: Nach jedem Fünften (20%) im Vorjahr bezeichnet gegenwärtig jeder vierte Unternehmer (25%) seine Ertragslage als unbefriedigend. Befriedigende Bewertungen erteilen 46 Prozent der Befragten nach 50 Prozent im Vorjahr. Über eine gute Ertragslage verfügt ein Viertel (26%; i.Vj. 28%), über eine sehr gute Ertragslage 4 Prozent (i.Vj. 2%) der befragten Mittelständler.
Die Erwartungen der Unternehmer bezüglich der künftigen Ertragsentwicklung fallen besser aus als in der letzten Befragung. Aktuell hoffen 21 Prozent der Befragten (i.Vj. 17%) auf stei-gende Erträge in den kommenden Monaten. Eine Verschlechterung der gegenwärtigen Er-tragssituation erwartet jeder sechste bis siebte Mittelständler (15%; i.Vj. 30%).
Investitionen in jedem vierten bis fünften Unternehmen gekürzt
Nachdem bereits in der letzten Befragung Anfang 2009 der Anteil der Unternehmen mit In-vestitionskürzungen den Anteil derer mit Investitionserhöhungen leicht übertroffen hatte, so hat sich dieser Trend in 2009 verstärkt: Jeder vierte bis fünfte befragte Unternehmer (23%) im Kreis Soest hat sein Investitionsbudget erhöht. Mehr als jedes vierte Unternehmen (26%) hat seine Investitionsaktivitäten hingegen eingeschränkt. Damit ist die tatsächliche Investiti-onsentwicklung per saldo negativ, liegt aber deutlich über den Planungen der Unternehmen: Anfang 2009 sahen die Investitionspläne der Befragten in nur 12 Prozent der Fälle Investiti-onserhöhungen, jedoch in 43 Prozent der Fälle Investitionskürzungen vor.
Der Investitionsschwerpunkt liegt mit 64 Prozent (i.Vj. 63%) nach wie vor auf den Ersatzin-vestitionen. In Erweiterungen hat annähernd jedes vierte Unternehmen (24%) investiert nach 26 Prozent im Vorjahr. In jedem achten Unternehmen (12%) stand die Durchführung von Ra-tionalisierungsmaßnahmen im Vordergrund. Immerhin 8 Prozent der mittelständischen Un-ternehmen haben bei der Finanzierung ihrer Investitionen auch auf öffentliche Fördermittel zurück gegriffen.
In den Unternehmensplanungen des ersten Halbjahres 2010 setzt sich der beschriebene Trend fort: So wollen zwar 21 Prozent der befragten Unternehmer ihre Investitionsausgaben aufstocken, gleichzeitig beabsichtigen jedoch 28 Prozent eine Ausgabenbeschränkung. Posi-tiv ist zu werten, dass der Anteil der Ersatzinvestitionen an den geplanten Investitionen deut-lich zunimmt: Nach 18 Prozent im Vorjahr wollen in den kommenden Monaten 26 Prozent der befragten Unternehmer in Kapazitätserweiterungen investieren.
Mittelständler mit besseren Eigenkapitalquoten als Anfang 2009
Mit jeweils 20 Prozent berichten ebenso viele mittelständische Unternehmer im Kreis Soest von einer gestiegenen wie von einer gesunkenen Eigenkapitalausstattung in den letzten 12 Monaten. Der Anteil der Unternehmen mit einer Eigenkapitalquote < 10% hat sich verringert (24%; i.Vj. 27%). Gleiches gilt für den Anteil der Unternehmen mit einer Eigenkapitalausstat-tung zwischen 10 und 20% (27%; i.Vj. 31%). Nach 13 Prozent im Vorjahr verfügt aktuell jeder sechste bis siebte befragte Mittelständler (15%) über eine Eigenkapitalquote zwischen 20 und 30%. Eine komfortable Eigenkapitalausstattung > 30% kann gegenwärtig sogar mehr als jedes dritte Unternehmen (34%; i.Vj. 28%) im Kreis Soest vorweisen.
Trotz verbesserter Eigenkapitalquoten wissen die befragten Unternehmer, dass ihr Eigenka-pital zum Teil noch ausbaufähig ist: Die eigene Bewertung fällt etwas schlechter aus als im vergangenen Jahr. Nachdem Anfang 2009 noch 30 Prozent der Mittelständler von einer gu-ten Eigenkapitalquote berichteten, so ist dieser Anteil auf aktuell 28 Prozent gesunken. In ei-ner zufrieden stellenden Eigenkapitalsituation sehen sich 30 Prozent der Unternehmen nach 33 Prozent im Vorjahr. Über ausreichendes Eigenkapital verfügt nach eigener Ansicht jedes vierte befragte Unternehmen (26%; i.Vj. 25%). Der Anteil derjenigen Unternehmen mit einer unbefriedigenden Eigenkapitalausstattung hat um 2 Prozentpunkte auf 15 Prozent zuge-nommen.
35 Prozent der mittelständischen Unternehmer im Kreis Soest planen eine Verbesserung ihrer Eigenkapitalquote. Mit 91 Prozent denkt die Mehrheit dabei an Zuführungen aus dem Gewinn, für weitere 12 Prozent kommt auch eine Beteiligung sonstiger Personen – mit Ausnahme einer Beteilgungsgesellschaft, eines Wettbewerbers oder eines Lieferanten – in Betracht. Die Mehrheit der befragten Mittelständler (65%) will ihr Eigenkapital jedoch in den kommenden Monaten nicht aufstocken.
Branchenuneinheitliche Entwicklung des Personalbestands
In der mittelständischen Wirtschaft im Kreis Soest überwiegt der Anteil von Personal entlas-senden Unternehmen den Anteil von Mitarbeiter einstellenden Unternehmen leicht: In 17 Prozent der befragten Unternehmen wurde die Zahl der Arbeitskräfte reduziert, während 16 Prozent neue Mitarbeiter eingestellt haben. Im Vorjahr lagen die Vergleichswerte bei 18 Pro-zent Personalentlassungen und 14 Prozent Personaleinstellungen. Der Branchenvergleich zeigt allerdings unterschiedliche Entwicklungen. Während im Verarbeitenden Gewerbe und im Handel mehr Unternehmen Personal abgebaut als eingestellt haben, so ist die Entwicklung in der Dienstleistungsbranche und im Bau- und Ausbaugewerbe umgekehrt. Im Handwerk berichten mit jeweils 18 Prozent eben so viele Unternehmer von einer Erhöhung der Beschäftigtenzahl wie von einer Senkung.
Die Personalplanungen für die nächsten Monate bleiben verhalten. Insgesamt planen 13 Prozent der befragten Unternehmen eine Aufstockung ihres Personalbestands. Gleichzeitig wollen 14 Prozent Personal abbauen. Die Mehrheit geht von einer gleich bleibenden Be-schäftigtenzahl aus. Am weitesten unter dem branchenübergreifenden Durchschnitt liegt per saldo die Prognose des Verarbeitenden Gewerbes. In dieser Branche plant jedes vierte bis fünfte Unternehmen (23%) eine Senkung und jedes Achte (12%) eine Erhöhung seiner Be-schäftigtenzahl. Wie bei der tatsächlichen Personalentwicklung so schneidet auch bei der Personalplanung die Dienstleistungsbranche besser ab als die anderen Branchen: 14 Prozent der befragten Dienstleistungsunternehmen wollen in 2010 Mitarbeiter einstellen. Jedes zehnte Unternehmen (10%) beabsichtigt Entlassungen.
Auftragslage im Mittelstand unbefriedigend
Die konjunkturelle Rezession hat im Jahr 2009 auch den Mittelstand erreicht: Nachdem An-fang 2009 39 Prozent der befragten Mittelständler im Kreis Soest mit den Auftragseingängen unzufrieden waren, so ist die Auftragslage gegenwärtig für 45 Prozent der befragten Unter-nehmen problematisch. Vor allem die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes (81%) sehen sich mit einer schwachen Auftragslage konfrontiert.
Die allgemein schlechte Auftragslage verstärkt den Wettbewerb unter den Unternehmen: Nach 32 Prozent im Vorjahr verspüren gegenwärtig 38 Prozent der mittelständischen Unter-nehmer einen starken Konkurrenzdruck. Dies trifft für das Verarbeitende Gewerbe, den Han-del sowie die Bau- und Ausbaubetriebe gleichermaßen zu (jeweils 43%). Bürokratische Auf-lagen beklagt mehr als jeder dritte Mittelständler (35%), während 33 Prozent hohe Steuern belasten, darunter insbesondere die Dienstleister. Letzteres Problem hat allerdings im Ver-gleich zur letzten Befragung in seiner Ausprägung deutlich abgenommen. Damals lag der Anteil noch bei 41%. Eine deutliche Veränderung gab es auch hinsichtlich der Finanzie-rungsbedingungen. Diese erachten inzwischen 17 Prozent der Unternehmer als problema-tisch nach 12 Prozent im Vorjahr. Dennoch zählen die Finanzierungsbedingungen nach wie vor zu den weniger bedeutenden Problemfeldern.
SONDERTHEMA: Klimaschutz
Der Klima- und Umweltschutz ist für mehr als jeden dritten befragten Mittelständler im Kreis Soest ein wichtiges (24%) oder sehr wichtiges (15%) Thema. Als unwichtig wird es von jedem sechsten Befragten (17%) bezeichnet. In den meisten mittelständischen Unternehmen (87%) ist die Unternehmensleitung für den betrieblichen Klima- und Umweltschutz verantwortlich. Einen Klimaschutz- oder Umweltbeauftragten gibt es fast nur in den größeren Betrieben (100- und mehr Mitarbeiter: 22%; > 50 Mio. Euro Umsatz: 33%).
Mehr als die Hälfte der Befragten (59%) hat bereits Maßnahmen im Rahmen des Klima-/ Umweltschutzes umgesetzt. Dabei steht die Abfallreduktion /-vermeidung (55%) im Vorder-grund, gefolgt von der Erhöhung der Energieeffizienz (44%) sowie Maßnahmen zur Vermin-derung des CO2-Ausstoßes (37%) und Recycling (36%). Im Jahr 2010 plant mehr als jeder vierte Mittelständler (26%) Investitionen in den Klima-/ Umweltschutz: 50 Prozent wollen Ab-fälle reduzieren oder vermeiden, 47 Prozent ihre Energieeffizienz steigern. Den Einsatz von Solaranlagen planen 31 Prozent der Befragten. Das geplante Investitionsvolumen liegt in 59 Prozent der Fälle unter 1 Prozent vom Umsatz.
Als Grund für das Engagement im Bereich des Klima- und Umweltschutzes geben 69 Prozent der befragten Mittelständler ihre persönliche Überzeugung an. Für 49 Prozent ist die notwendige Reduktion der steigenden Kosten für Energie, Transport, Abfallentsorgung und Rohstoffe ein wesentlicher Grund für entsprechende Maßnahmen. 36 Prozent erhoffen sich positive Imageeffekte und nahezu jedes dritte Unternehmen (31%) erfüllt damit die gesetzli-chen Auflagen.
88 Prozent derjenigen Unternehmer, die sich bislang noch nicht im Klima-/ Umweltschutz engagieren, sehen diesbezüglich auch kurz- bis mittelfristig keinen entsprechenden Hand-lungsbedarf. In 65 Prozent der Unternehmen ist das Thema ohne Relevanz für das Kernge-schäft. Mehr als jeder Fünfte (22%) erkennt dabei keinen finanziellen Vorteil für sein Unter-nehmen.
Die in den Bereichen Klima- und Umweltschutz existierenden Förderprogramme sind 34 Prozent der mittelständischen Unternehmer im Kreis Soest bekannt. 30 Prozent davon haben sich schon einmal erfolgreich um solche Mittel beworben. Die Zahlen deuten auf einen hohen Informationsbedarf im Mittelstand, den die befragten Unternehmer bestätigen: 53 Prozent wünschen sich von ihrer Bank Informationen zu den Förderprogrammen. 46 Prozent erwarten günstige Kreditkonditionen für Klima-/ Umweltschutzinvestitionen und 29 Prozent mehr Aufklärung und Information insgesamt zu diesem Thema. Die aktive Ansprache des Themas Klima-/ Umweltschutz im Beratungsgespräch wünschen sich allerdings nur 13 Pro-zent der Firmenkunden von ihrer Bank.
Die Mehrheit der Befragten (77%) hat schon einmal vom Begriff der Nachhaltigkeit gehört. 41 Prozent davon verfügen nach eigenen Aussagen über gute (33%) oder sehr gute (8%) Kenntnisse. In fast jedem zweiten mittelständischen Unternehmen hat das Thema Nachhal-tigkeit eine hohe (35%) bzw. sehr hohe (9%) Bedeutung. Dass nachhaltiges Wirtschaften für jedes Unternehmen wichtig ist – unabhängig von Branchenzugehörigkeit, Umsatz oder Mit-arbeiterzahl – glauben 31 Prozent der Mittelständler. Weitere 53 Prozent vermuten dies. 81 Prozent der Befragten sehen darin mehr als nur einen Modebegriff. 78 Prozent meinen, dass auch in der Vergangenheit die Unternehmen, die am Markt überleben wollten, bereits nach-haltig wirtschaften mussten. Mehr als zwei Drittel (68%) der mittelständischen Unternehmer sind daher der Auffassung, dass Nachhaltigkeit künftig zu einem entscheidenden Wettbe-werbsfaktor wird. Hingegen sind 29 Prozent überzeugt, dass die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit (eher) überschätzt wird. Jeder vierte bis fünfte Mittelständler (22%) befürchtet eine Beschränkung seiner unternehmerischen Freiheit. 68 Prozent der Unternehmen enga-gieren sich im sozialen bzw. gesellschaftlichen Bereic
An der aktuellen Befragung im Januar 2010 beteiligten sich 381 Unternehmen. Sie verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Wirtschaftszweige, Betriebsgrößen- und Umsatzklassen:
Wirtschaftszweige
Verarbeitendes Gewerbe 20%
Bau- und Ausbaugewerbe 18%
Handel 22%
Dienstleistungsgewerbe 40%
Betriebsgrößenklassen
1 – 19 Mitarbeiter 67%
20 – 49 Mitarbeiter 18%
50 – 99 Mitarbeiter 8%
100 und mehr Mitarbeiter 7%
Umsatzklassen
unter 500.000 Euro 41%
unter 1 Mio. Euro 16%
1 bis unter 5 Mio. Euro 25%
5 bis unter 10 Mio. Euro 7%
10 bis unter 50 Mio. Euro 9%
50 Mio. Euro und mehr 2%
Stimmung im Mittelstand steigt
Im Jahr 2009 hat in der mittelständischen Wirtschaft im Kreis Soest – trotz Finanzkrise und schwacher Konjunktur – eine deutliche Erholung eingesetzt. Das Stimmungsbarometer, das sich aus der Bewertung der aktuellen Lage und den Erwartungen für die Zukunft zusammen-setzt, ist von 94,1 auf aktuell 100,0 Punkte gestiegen. Der Stimmungsanstieg ist insbesondere auf eine optimistischere Einschätzung der befragten Unternehmer hinsichtlich der weiteren geschäftlichen Entwicklung zurückzuführen.
Branchenübergreifend berichtet mehr als jeder dritte befragte Unternehmer (36%) von einer Verbesserung seiner Geschäftslage, während jeder Fünfte (20%) eine Verschlechterung meldet. Die Geschäftsentwicklung verlief damit im Jahr 2009 per saldo besser als in 2008. Zudem übertrifft sie die Erwartungen der Mittelständler deutlich. Ende 2008 hatten lediglich 14 Prozent der befragten Unternehmer im Kreis Soest mit anziehenden Geschäften gerechnet, während jeder Vierte (25%) ein Nachlassen befürchtete.
Die verbesserte Geschäftsentwicklung schlägt sich kaum nieder in der Beurteilung der aktu-ellen Geschäftslage, die insgesamt ähnlich ausfällt wie im Vorjahr. Der Anteil derjenigen Un-ternehmer, die ihre Geschäftslage als sehr gut bezeichnen, hat um 3 Prozentpunkte zuge-nommen (5%; i.Vj. 2%). Gleichzeitig ist der Anteil der Mittelständler, die mit ihrer aktuellen geschäftlichen Situation unzufrieden sind, ebenfalls um 3 Prozent gestiegen (21%; i.Vj. 18%). Über eine gute oder sehr gute Geschäftslage verfügen gegenwärtig 37 Prozent der mittelständischen Unternehmen, nach 36 Prozent im Winter 2008 / 2009.
Die Erwartungen der mittelständischen Unternehmer im Kreis Soest fallen deutlich besser aus als in der letzten Befragung und sind per saldo ins Positive gedreht: Immerhin ein Viertel der Befragten (25%; i.Vj. 14%) blickt mit Zuversicht ins neue Jahr, während jeder Elfte (9%; i.Vj. 25%) mit einem Nachlassen seiner Geschäfte rechnet. Die Mehrheit der befragten Un-ternehmer (66%; i.Vj. 61%) geht von einer gleich bleibenden Geschäftslage in den kommen-den Monaten aus.
Stimmungsplus im Verarbeitenden Gewerbe beträgt 10,2 Punkte
Das Stimmungsbarometer der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe ist um 10,2 Punkte auf aktuell 96,4 Punkte gestiegen. Der Stimmungsanstieg liegt absolut betrachtet deutlich über den Entwicklungen der anderen Branchen – aufgrund des niedrigen Ausgangsniveaus vom Jahresbeginn 2009 bleibt der Stimmungsindex des Verarbeitenden Gewerbes jedoch erneut hinter den anderen Wirtschaftszweigen zurück, mit Ausnahme des Handels. 42 Pro-zent der befragten Unternehmer aus dem Verarbeitenden Gewerbe berichten von einer ver-besserten, 26 Prozent von einer verschlechterten geschäftlichen Entwicklung. Die aktuelle Geschäftslage wird von den Unternehmern insgesamt leicht besser beurteilt als im Vorjahr. Gegenwärtig befindet sich nach eigenen Angaben jeder vierte bis fünfte Mittelständler (22%) in einer guten geschäftlichen Situation nach 18 Prozent im Vorjahr. Das Testat „sehr gut“ wurde von 3 Prozent der Befragten vergeben – zum Jahreswechsel 2008/2009 wies kein Verarbeitender Betrieb eine sehr gute Geschäftslage auf. Der Anteil der unzufriedenen Un-ternehmer beträgt unverändert 27 Prozent.
Die Hälfte der befragten Unternehmer des Verarbeitenden Gewerbes geht davon aus, dass sich ihre Geschäftslage in den kommenden Monaten kaum verändern wird. Mehr als jeder Dritte (35%) ist allerdings optimistisch gestimmt, während 15 Prozent der Befragten eine Verschlechterung befürchten.
Bessere Stimmung auch im Handwerk
Auch unter den befragten Handwerksunternehmen im Kreis Soest ist die Stimmung gestie-gen. Der Stimmungsindex des Handwerks gewinnt 5,7 Zähler und steht aktuell bei 99,7 Punkten. Die Geschäftsentwicklung ist in den vergangenen Monaten für 37 Prozent der be-fragten Unternehmer positiv verlaufen. Verschlechtert hat sich die Situation für 22 Prozent der Handwerksunternehmen. Die geschäftliche Entwicklung fiel damit per saldo besser aus, als von den Unternehmern Ende 2008 erwartet worden war. Damals hatte lediglich jeder zehnte befragte Handwerksbetrieb (10%) mit einer Geschäftsbelebung gerechnet, während knapp jeder Vierte (24%) einen Rückgang erwartete. Die über den Erwartungen liegende Geschäftsentwicklung im Handwerk schlägt sich allerdings noch nicht in der Einschätzung der aktuellen Lage nieder. Nach 41 Prozent im Vorjahr bezeichnen gegenwärtig 29 Prozent der Handwerksbetriebe ihre geschäftliche Situation als gut, weitere 6 Prozent als sehr gut (i.Vj. 0%). Unzufrieden mit ihrer Situation sind 15 Prozent der befragten Unternehmer nach19 Prozent im Vorjahr.
Die Erwartungen der Handwerksunternehmen für die kommenden Monate sind per saldo po-sitiv: Jeder vierte bis fünfte Befragte (22%; i.Vj. 10%) rechnet mit einer Verbesserung seiner Geschäftslage. Halb so viele Befragte (11%; i.Vj. 24%) erwarten ein Nachlassen der Ge-schäfte.
Bau- und Ausbaugewerbe mit überdurchschnittlicher Geschäftsentwicklung
Das Stimmungsbarometer im Bau- und Ausbaugewerbe verzeichnet ein Plus von 4,0 Punkten. Mit einem aktuellen Zählerstand von 102,8 liegt das Bau- und Ausbaugewerbe damit deutlich über dem branchenübergreifenden Durchschnitt und nur knapp hinter dem Spitzenreiter Dienstleistungsbranche (103,0 Punkte). 46 Prozent der Unternehmer des Bau- und Ausbaugewerbes melden eine verbesserte geschäftliche Entwicklung. Von einer Ver-schlechterung berichten 15 Prozent der Befragten. Per saldo fällt die Geschäftsentwicklung im Bau- und Ausbaugewerbe damit weit überdurchschnittlich aus und besser als in jeder an-deren Branche. Dies zeigt sich auch in der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage: Der An-teil der sehr guten Bewertungen ist um 5 Prozentpunkte gestiegen (7%, i.Vj. 2%). Gleichzeitig ist der Anteil der schlechten Bewertungen um 5 Prozentpunkte gesunken (12%; i.Vj. 17%).
Beim Blick in die nahe Zukunft überwiegen die optimistischen die pessimistischen Progosen der Unternehmer. Während jeder vierte befragte Unternehmer der Bau- und Ausbaubranche (25%; i.Vj. 15%) eine Geschäftsbelebung in den kommenden Monaten erwartet, rechnet jeder Zehnte (10%; i.Vj. 17%) mit einem Geschäftsrückgang.
Geschäftsentwicklung im Handel über den Erwartungen
Das Stimmungsbarometer im Handel kann um 5,4 Punkte auf einen aktuellen Stand von 95,0 Punkten zulegen. Die Geschäftslage hat sich für 29 Prozent der befragten Handelsun-ternehmen in den vergangenen Monaten verbessert, womit lediglich 7 Prozent der Befragten gerechnet hatten. 19 Prozent berichten von einer verschlechterten Geschäftsentwicklung – befürchtet hatte dies zum Jahreswechsel 2008 / 2009 knapp jedes dritte (31%) Handelsun-ternehmen.
Die gegenwärtige Geschäftssituation wird von annähernd jedem fünften Befragten der Han-delsbranche (24%; i.Vj. 33%) als gut und von 4 Prozent (i.Vj. 2%) als sehr gut bewertet. Die Unzufriedenheit im Handel ist gestiegen: Aktuell bezeichnen 27 Prozent der befragten Un-ternehmen ihre geschäftliche Situation als unbefriedigend, nach 22 Prozent im Vorjahr.
Annähernd jeder fünfte mittelständische Handelsunternehmer (19%) rechnet in den kom-menden Monaten mit einem Aufschwung, während jeder Zehnte (10%) eine Verschlechte-rung der geschäftlichen Entwicklung prognostizier. Die große Mehrheit (71%) erwartet wenig bis keine Veränderungen.
Gute Geschäftslage im Dienstleistungsgewerbe
Das Stimmungsbarometer in der Dienstleistungsbranche ist um 4,9 Zähler auf aktuell 103,0 Punkte gestiegen und übertrifft damit alle anderen Branchen. Die geschäftliche Entwicklung hat sich in den vergangenen Monaten für annähernd jedes dritte befragte Dienstleistungsun-ternehmen (31%) verbessert, während gleichzeitig jedes Fünfte (20%) eine Verschlechterung meldet. Erwartet hatten eine Verbesserung Anfang 2009 nur 16 Prozent der befragten Un-ternehmer - 19 Prozent hofften auf eine Belebung ihrer Geschäfte.
Aktuell bewertet annähernd jedes zweite mittelständische Dienstleistungsunternehmen seine aktuelle Geschäftslage mit gut (42%; i.Vj. 38%) oder sehr gut (6%; i.Vj. 3%) – so viele wie in keiner anderen Branche. Allerdings hat auch die Zahl der unzufriedenen Unternehmer zuge-nommen: Eine unbefriedigende Geschäftssituation beklagen aktuell 18 Prozent der befragten Unternehmer aus dem Dienstleistungssektor nach 12 Prozent im Winter 2008 / 2009.
Der weiteren geschäftlichen Entwicklung in den nächsten Monaten sehen 23 Prozent der be-fragten Dienstleistungsunternehmer positiv entgegen, während lediglich 6 Prozent eine Ver-schlechterung der geschäftlichen Situation erwarten.
Leichte Entspannung auf der Kostenseite
In den vergangenen Monaten hat sich die Kostensituation im Mittelstand leicht entspannt, was u. a. auf die im Laufe des Jahres 2009 gefallenen Energie- und Rohstoffpreise zurück zu führen sein dürfte. Der Saldo von Positiv- und Negativmeldungen ist ausgeglichen und liegt damit leicht über den Erwartungen vom Jahresbeginn 2009. Branchenübergreifend konnten 15 Prozent der befragten Unternehmer – nach 12 Prozent im Vorjahr – eine Verbesserung feststellen. Dabei hat sich die Situation tendenziell für mehr mittlere und große Unternehmen entspannt als für kleine Betriebe. Gestiegenen Kosten sahen sich in den vergangenen Monaten ebenfalls 15 Prozent aller befragten Unternehmer ausgesetzt, nach 23 Prozent im Vorjahr. Die Mehrheit (70%) der befragten Mittelständler im Kreis Soest konnte allerdings kaum Veränderungen auf der Kostenseite feststellen.
In den kommenden Monaten erwartet jeder sechste bis siebte befragte Unternehmer (15%) eine Verbesserung seiner Kostensituation, während ähnlich viele (16%) mit einer Ver-schlechterung rechnen.
Weniger Spielraum für Preiserhöhungen
Während in 2008 noch doppelt so viele mittelständische Unternehmen Preiserhöhungen durchsetzen konnten (20%) als Preissenkungen vornehmen mussten (9%), hat sich die Ent-wicklung im Jahr 2009 umgekehrt. Wie von den Unternehmern Anfang 2009 bereits erwartet worden war, waren die Preiserhöhungsspielräume im Laufe des Jahres beschränkt. Nur noch jedes elfte befragte Unternehmen (9%) konnte von Preiserhöhungen profitieren. Bran-chenübergreifend berichtet jeder siebte bis achte Mittelständler (13%) von einer Senkung seiner Verkaufspreise. Im Verarbeitenden Gewerbe liegt dieser Anteil mit 22 Prozent am wei-testen über dem branchenübergreifenden Durchschnitt. Am besten schneidet das Dienstleis-tungsgewerbe ab: Hier halten sich mit jeweils 6 Prozent die Unternehmen, die ihre Verkaufs-preise erhöhen konnten und diejenigen, die diese senken mussten, die Waage.
In den nächsten Monaten sehen 16 Prozent der Befragten Möglichkeiten für eine Anhebung der Verkaufspreise. 9 Prozent rechnen künftig mit Preissenkungen. Drei Viertel der befragten Unternehmer (75%) kalkulieren für die nächsten Monate mit unveränderten Verkaufspreisen.
Ertragslage in jedem zweiten Unternehmen unverändert
Branchenübergreifend haben sich die Erträge in den befragten mittelständischen Unterneh-men im Kreis Soest per saldo positiv entwickelt. Zudem liegt die Entwicklung aufgrund der zum Teil gesunkenen Kosten über den Erwartungen. Aktuell melden branchenübergreifend 29 Prozent der mittelständischen Unternehmer im Kreis Soest eine verbesserte Ertragslage, während annähernd jeder Fünfte (19%) von einer Verschlechterung berichtet. Besser als in den anderen Branchen haben sich die Erträge im Bau- und Ausbaugewerbe entwickelt: 37 Prozent der befragten Bau- und Ausbauunternehmen melden gestiegene, 18 Prozent gesun-kene Erträge.
Dennoch ist die Unzufriedenheit unter den mittelständischen Unternehmern gestiegen: Nach jedem Fünften (20%) im Vorjahr bezeichnet gegenwärtig jeder vierte Unternehmer (25%) seine Ertragslage als unbefriedigend. Befriedigende Bewertungen erteilen 46 Prozent der Befragten nach 50 Prozent im Vorjahr. Über eine gute Ertragslage verfügt ein Viertel (26%; i.Vj. 28%), über eine sehr gute Ertragslage 4 Prozent (i.Vj. 2%) der befragten Mittelständler.
Die Erwartungen der Unternehmer bezüglich der künftigen Ertragsentwicklung fallen besser aus als in der letzten Befragung. Aktuell hoffen 21 Prozent der Befragten (i.Vj. 17%) auf stei-gende Erträge in den kommenden Monaten. Eine Verschlechterung der gegenwärtigen Er-tragssituation erwartet jeder sechste bis siebte Mittelständler (15%; i.Vj. 30%).
Investitionen in jedem vierten bis fünften Unternehmen gekürzt
Nachdem bereits in der letzten Befragung Anfang 2009 der Anteil der Unternehmen mit In-vestitionskürzungen den Anteil derer mit Investitionserhöhungen leicht übertroffen hatte, so hat sich dieser Trend in 2009 verstärkt: Jeder vierte bis fünfte befragte Unternehmer (23%) im Kreis Soest hat sein Investitionsbudget erhöht. Mehr als jedes vierte Unternehmen (26%) hat seine Investitionsaktivitäten hingegen eingeschränkt. Damit ist die tatsächliche Investiti-onsentwicklung per saldo negativ, liegt aber deutlich über den Planungen der Unternehmen: Anfang 2009 sahen die Investitionspläne der Befragten in nur 12 Prozent der Fälle Investiti-onserhöhungen, jedoch in 43 Prozent der Fälle Investitionskürzungen vor.
Der Investitionsschwerpunkt liegt mit 64 Prozent (i.Vj. 63%) nach wie vor auf den Ersatzin-vestitionen. In Erweiterungen hat annähernd jedes vierte Unternehmen (24%) investiert nach 26 Prozent im Vorjahr. In jedem achten Unternehmen (12%) stand die Durchführung von Ra-tionalisierungsmaßnahmen im Vordergrund. Immerhin 8 Prozent der mittelständischen Un-ternehmen haben bei der Finanzierung ihrer Investitionen auch auf öffentliche Fördermittel zurück gegriffen.
In den Unternehmensplanungen des ersten Halbjahres 2010 setzt sich der beschriebene Trend fort: So wollen zwar 21 Prozent der befragten Unternehmer ihre Investitionsausgaben aufstocken, gleichzeitig beabsichtigen jedoch 28 Prozent eine Ausgabenbeschränkung. Posi-tiv ist zu werten, dass der Anteil der Ersatzinvestitionen an den geplanten Investitionen deut-lich zunimmt: Nach 18 Prozent im Vorjahr wollen in den kommenden Monaten 26 Prozent der befragten Unternehmer in Kapazitätserweiterungen investieren.
Mittelständler mit besseren Eigenkapitalquoten als Anfang 2009
Mit jeweils 20 Prozent berichten ebenso viele mittelständische Unternehmer im Kreis Soest von einer gestiegenen wie von einer gesunkenen Eigenkapitalausstattung in den letzten 12 Monaten. Der Anteil der Unternehmen mit einer Eigenkapitalquote < 10% hat sich verringert (24%; i.Vj. 27%). Gleiches gilt für den Anteil der Unternehmen mit einer Eigenkapitalausstat-tung zwischen 10 und 20% (27%; i.Vj. 31%). Nach 13 Prozent im Vorjahr verfügt aktuell jeder sechste bis siebte befragte Mittelständler (15%) über eine Eigenkapitalquote zwischen 20 und 30%. Eine komfortable Eigenkapitalausstattung > 30% kann gegenwärtig sogar mehr als jedes dritte Unternehmen (34%; i.Vj. 28%) im Kreis Soest vorweisen.
Trotz verbesserter Eigenkapitalquoten wissen die befragten Unternehmer, dass ihr Eigenka-pital zum Teil noch ausbaufähig ist: Die eigene Bewertung fällt etwas schlechter aus als im vergangenen Jahr. Nachdem Anfang 2009 noch 30 Prozent der Mittelständler von einer gu-ten Eigenkapitalquote berichteten, so ist dieser Anteil auf aktuell 28 Prozent gesunken. In ei-ner zufrieden stellenden Eigenkapitalsituation sehen sich 30 Prozent der Unternehmen nach 33 Prozent im Vorjahr. Über ausreichendes Eigenkapital verfügt nach eigener Ansicht jedes vierte befragte Unternehmen (26%; i.Vj. 25%). Der Anteil derjenigen Unternehmen mit einer unbefriedigenden Eigenkapitalausstattung hat um 2 Prozentpunkte auf 15 Prozent zuge-nommen.
35 Prozent der mittelständischen Unternehmer im Kreis Soest planen eine Verbesserung ihrer Eigenkapitalquote. Mit 91 Prozent denkt die Mehrheit dabei an Zuführungen aus dem Gewinn, für weitere 12 Prozent kommt auch eine Beteiligung sonstiger Personen – mit Ausnahme einer Beteilgungsgesellschaft, eines Wettbewerbers oder eines Lieferanten – in Betracht. Die Mehrheit der befragten Mittelständler (65%) will ihr Eigenkapital jedoch in den kommenden Monaten nicht aufstocken.
Branchenuneinheitliche Entwicklung des Personalbestands
In der mittelständischen Wirtschaft im Kreis Soest überwiegt der Anteil von Personal entlas-senden Unternehmen den Anteil von Mitarbeiter einstellenden Unternehmen leicht: In 17 Prozent der befragten Unternehmen wurde die Zahl der Arbeitskräfte reduziert, während 16 Prozent neue Mitarbeiter eingestellt haben. Im Vorjahr lagen die Vergleichswerte bei 18 Pro-zent Personalentlassungen und 14 Prozent Personaleinstellungen. Der Branchenvergleich zeigt allerdings unterschiedliche Entwicklungen. Während im Verarbeitenden Gewerbe und im Handel mehr Unternehmen Personal abgebaut als eingestellt haben, so ist die Entwicklung in der Dienstleistungsbranche und im Bau- und Ausbaugewerbe umgekehrt. Im Handwerk berichten mit jeweils 18 Prozent eben so viele Unternehmer von einer Erhöhung der Beschäftigtenzahl wie von einer Senkung.
Die Personalplanungen für die nächsten Monate bleiben verhalten. Insgesamt planen 13 Prozent der befragten Unternehmen eine Aufstockung ihres Personalbestands. Gleichzeitig wollen 14 Prozent Personal abbauen. Die Mehrheit geht von einer gleich bleibenden Be-schäftigtenzahl aus. Am weitesten unter dem branchenübergreifenden Durchschnitt liegt per saldo die Prognose des Verarbeitenden Gewerbes. In dieser Branche plant jedes vierte bis fünfte Unternehmen (23%) eine Senkung und jedes Achte (12%) eine Erhöhung seiner Be-schäftigtenzahl. Wie bei der tatsächlichen Personalentwicklung so schneidet auch bei der Personalplanung die Dienstleistungsbranche besser ab als die anderen Branchen: 14 Prozent der befragten Dienstleistungsunternehmen wollen in 2010 Mitarbeiter einstellen. Jedes zehnte Unternehmen (10%) beabsichtigt Entlassungen.
Auftragslage im Mittelstand unbefriedigend
Die konjunkturelle Rezession hat im Jahr 2009 auch den Mittelstand erreicht: Nachdem An-fang 2009 39 Prozent der befragten Mittelständler im Kreis Soest mit den Auftragseingängen unzufrieden waren, so ist die Auftragslage gegenwärtig für 45 Prozent der befragten Unter-nehmen problematisch. Vor allem die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes (81%) sehen sich mit einer schwachen Auftragslage konfrontiert.
Die allgemein schlechte Auftragslage verstärkt den Wettbewerb unter den Unternehmen: Nach 32 Prozent im Vorjahr verspüren gegenwärtig 38 Prozent der mittelständischen Unter-nehmer einen starken Konkurrenzdruck. Dies trifft für das Verarbeitende Gewerbe, den Han-del sowie die Bau- und Ausbaubetriebe gleichermaßen zu (jeweils 43%). Bürokratische Auf-lagen beklagt mehr als jeder dritte Mittelständler (35%), während 33 Prozent hohe Steuern belasten, darunter insbesondere die Dienstleister. Letzteres Problem hat allerdings im Ver-gleich zur letzten Befragung in seiner Ausprägung deutlich abgenommen. Damals lag der Anteil noch bei 41%. Eine deutliche Veränderung gab es auch hinsichtlich der Finanzie-rungsbedingungen. Diese erachten inzwischen 17 Prozent der Unternehmer als problema-tisch nach 12 Prozent im Vorjahr. Dennoch zählen die Finanzierungsbedingungen nach wie vor zu den weniger bedeutenden Problemfeldern.
SONDERTHEMA: Klimaschutz
Der Klima- und Umweltschutz ist für mehr als jeden dritten befragten Mittelständler im Kreis Soest ein wichtiges (24%) oder sehr wichtiges (15%) Thema. Als unwichtig wird es von jedem sechsten Befragten (17%) bezeichnet. In den meisten mittelständischen Unternehmen (87%) ist die Unternehmensleitung für den betrieblichen Klima- und Umweltschutz verantwortlich. Einen Klimaschutz- oder Umweltbeauftragten gibt es fast nur in den größeren Betrieben (100- und mehr Mitarbeiter: 22%; > 50 Mio. Euro Umsatz: 33%).
Mehr als die Hälfte der Befragten (59%) hat bereits Maßnahmen im Rahmen des Klima-/ Umweltschutzes umgesetzt. Dabei steht die Abfallreduktion /-vermeidung (55%) im Vorder-grund, gefolgt von der Erhöhung der Energieeffizienz (44%) sowie Maßnahmen zur Vermin-derung des CO2-Ausstoßes (37%) und Recycling (36%). Im Jahr 2010 plant mehr als jeder vierte Mittelständler (26%) Investitionen in den Klima-/ Umweltschutz: 50 Prozent wollen Ab-fälle reduzieren oder vermeiden, 47 Prozent ihre Energieeffizienz steigern. Den Einsatz von Solaranlagen planen 31 Prozent der Befragten. Das geplante Investitionsvolumen liegt in 59 Prozent der Fälle unter 1 Prozent vom Umsatz.
Als Grund für das Engagement im Bereich des Klima- und Umweltschutzes geben 69 Prozent der befragten Mittelständler ihre persönliche Überzeugung an. Für 49 Prozent ist die notwendige Reduktion der steigenden Kosten für Energie, Transport, Abfallentsorgung und Rohstoffe ein wesentlicher Grund für entsprechende Maßnahmen. 36 Prozent erhoffen sich positive Imageeffekte und nahezu jedes dritte Unternehmen (31%) erfüllt damit die gesetzli-chen Auflagen.
88 Prozent derjenigen Unternehmer, die sich bislang noch nicht im Klima-/ Umweltschutz engagieren, sehen diesbezüglich auch kurz- bis mittelfristig keinen entsprechenden Hand-lungsbedarf. In 65 Prozent der Unternehmen ist das Thema ohne Relevanz für das Kernge-schäft. Mehr als jeder Fünfte (22%) erkennt dabei keinen finanziellen Vorteil für sein Unter-nehmen.
Die in den Bereichen Klima- und Umweltschutz existierenden Förderprogramme sind 34 Prozent der mittelständischen Unternehmer im Kreis Soest bekannt. 30 Prozent davon haben sich schon einmal erfolgreich um solche Mittel beworben. Die Zahlen deuten auf einen hohen Informationsbedarf im Mittelstand, den die befragten Unternehmer bestätigen: 53 Prozent wünschen sich von ihrer Bank Informationen zu den Förderprogrammen. 46 Prozent erwarten günstige Kreditkonditionen für Klima-/ Umweltschutzinvestitionen und 29 Prozent mehr Aufklärung und Information insgesamt zu diesem Thema. Die aktive Ansprache des Themas Klima-/ Umweltschutz im Beratungsgespräch wünschen sich allerdings nur 13 Pro-zent der Firmenkunden von ihrer Bank.
Die Mehrheit der Befragten (77%) hat schon einmal vom Begriff der Nachhaltigkeit gehört. 41 Prozent davon verfügen nach eigenen Aussagen über gute (33%) oder sehr gute (8%) Kenntnisse. In fast jedem zweiten mittelständischen Unternehmen hat das Thema Nachhal-tigkeit eine hohe (35%) bzw. sehr hohe (9%) Bedeutung. Dass nachhaltiges Wirtschaften für jedes Unternehmen wichtig ist – unabhängig von Branchenzugehörigkeit, Umsatz oder Mit-arbeiterzahl – glauben 31 Prozent der Mittelständler. Weitere 53 Prozent vermuten dies. 81 Prozent der Befragten sehen darin mehr als nur einen Modebegriff. 78 Prozent meinen, dass auch in der Vergangenheit die Unternehmen, die am Markt überleben wollten, bereits nach-haltig wirtschaften mussten. Mehr als zwei Drittel (68%) der mittelständischen Unternehmer sind daher der Auffassung, dass Nachhaltigkeit künftig zu einem entscheidenden Wettbe-werbsfaktor wird. Hingegen sind 29 Prozent überzeugt, dass die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit (eher) überschätzt wird. Jeder vierte bis fünfte Mittelständler (22%) befürchtet eine Beschränkung seiner unternehmerischen Freiheit. 68 Prozent der Unternehmen enga-gieren sich im sozialen bzw. gesellschaftlichen Bereic

