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Volksbank Hellweg eG
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Volksbanken-Umfrage: Mittelständler mehrheitlich optimistisch gestimmt

 

Wirtschaftsklima im Kreis deutlich verbessert

Kreis Soest (eph). Gute Nachricht aus der Wirtschaft im Kreis Soest: Ein Jahr nach einem rapiden Abfall des Stimmungsbarometers hat sich das Klima im heimischen Mittelstand wieder spürbar verbessert. Mit plus 5,9 auf 100 Punkte verzeichnete der Konjunkturindex – ein Mischwert aus aktueller Lagebeurteilung und Zukunftserwartungen - den steilsten Anstieg der vergangenen zehn Jahre. Das ist das Ergebnis der jüngsten Mittelstandsbefragung durch die Volksbanken des Kreises Soest.

Zum mittlerweile 18. Male hatten die sieben Kreditgenossenschaften im Januar ihre Firmenkunden zur wirtschaftlichen Situation befragt. Insgesamt 381 (Vorjahr: 351) Unternehmen aller Größenklassen aus verarbeitendem Gewerbe, Bau- und Ausbaugewerbe, Handel und Dienstleistungsbereich hatten sich beteiligt. „Damit verfügen wir über eine sichere und verlässliche Datenbasis“, freute sich Vorstand Manfred Wortmann (Volksbank Hellweg) über die gestiegene Teilnehmerzahl. Gemeinsam mit seinen Kollegen Günter Hippchen (Lippstadt) und Werner Plümpe (Anröchte) präsentierte Wortmann im Stadthallen-Restaurant in Soest vor Medien- und Wirtschaftsvertretern die wichtigsten Ergebnisse der Befragung.

Der Stimmungsaufschwung quer durch alle Wirtschaftsbereiche ist danach vor allem auf die optimistischen Geschäftserwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Ein Viertel der Befragten blickt mit Zuversicht ins neue Jahr. Anfang 2009 lag der Anteil der Optimisten nur bei 14 Prozent. Umgekehrt sah im Januar 2009 jeder vierte „schwarz“ für seine geschäftliche Zukunft. In der aktuellen Befragung liegt der Anteil der Pessimisten bei lediglich neun Prozent.

Den größten Stimmungsaufschwung registrierten die Volksbanken beim Verarbeitenden Gewerbe. Das Konjunkturbarometer kletterte hier um 10,2 Punkte auf 96,4. Für mehr als vier von zehn Unternehmern aus diesem Bereich hat sich die geschäftliche Entwicklung im vergangenen Jahr verbessert. Auch für die Zukunft geht mehr als ein Drittel von einer weiter verbesserten Geschäftslage aus.

Spitzenreiter im Branchenvergleich ist der Dienstleistungsbereich. Hier stieg das Barometer um 4,9 auf 103 Punkte. Interessant: Nur 15 Prozent der Betriebe waren im Januar 2009 von einer verbesserten Geschäftsentwicklung ausgegangen. Tatsächlich entwickelten sich die Geschäfte aber bei doppelt so vielen Unternehmen positiv. Fast jeder zweite Dienstleister stellt aktuell fest: Die Lage ist gut oder sehr gut.

Einen ebenfalls deutlich überdurchschnittlichen Zählerstand von 102,8 Punkten (plus 4,0) meldet das Bau- und Ausbaugewerbe. Nirgendwo sonst fällt das Urteil über das Jahr 2009 so positiv aus wie in diesem Bereich: Fast jeder zweite (46 Prozent) meldete bessere Geschäfte, nur jeder siebte (15 Prozent) musste Rückgänge hinnehmen. Auch beim Blick in die Zukunft behalten die Optimisten unter den Baubetrieben die Oberhand.

Besser als erwartet verlief das Jahr 2009 für viele Handelsbetriebe. Dennoch bildet der Handel mit 95 Punkten (plus 5,4) das Schlusslicht im Branchenvergleich. Die große Mehrheit der Händler geht für die nahe Zukunft von einer unveränderten Situation aus. Fast jeder fünfte (19 Prozent) rechnet mit besseren, jeder zehnte mit schlechteren Geschäften.Auch wenn mehr Betriebe als noch vor Jahresfrist mit Zuversicht in die Zukunft schauen - die positiven Effekte für den Arbeitsmarkt der Region dürften überschaubar bleiben. Betriebe mit geplanten Neueinstellungen (13 Prozent) und solche mit geplantem Personalabbau (14 Prozent) halten sich annähernd die Waage. Das Gros erwartet keine Veränderungen im Mitarbeiterbestand.

Was die Volksbanken – unabhängig vom Thema Konjunktur – von ihren Kunden wissen wollten: Wie hält es der heimische Mittelstand mit dem Klima- und Umweltschutz? Interessant: Fast sechs von zehn Betrieben (59 Prozent) haben bereits Maßnahmen in diesem Bereich umgesetzt. Abfallvermeidung, Erhöhung der Energieeffizienz, Verminderung des CO2-Ausstoßes und Recycling stehen hier im Vordergrund. Darüber hinaus plant jeder vierte Mittelständler für 2010 Investitionen in den Klima- und Umweltschutz. Wichtigste Antriebsfeder ist hier offensichtlich die persönliche Überzeugung. Fast sieben von zehn Unternehmern (69 Prozent) nennen sie als Grund für ihr Engagement in diesem Bereich. Es folgen mit Abstand die Reduzierung von Kosten (49 Prozent), positive Imageeffekte (36 Prozent) sowie die Erfüllung gesetzlicher Auflagen (31 Prozent).