Das kleine 1x1 der Immobilienfinanzierung

Jeder Mensch hat andere Vorstellungen vom idealen Zuhause. Aus diesem Grund erstellt die Volksbank Hellweg eG gemeinsam mit Ihnen eine individuelle Immobilienfinanzierung – ganz nach Ihren Wünschen und finanziellen Möglichkeiten.

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Sara Eichelberg

Thema Baufinanzierung leicht erklärt

Vermögen anlegen

Der Trend zum Eigenheim hält unvermindert an. Ein Eigenheim bietet Sicherheit und Unabhängigkeit und erweist sich in Zeiten niedriger Zinsen als ausgezeichnete und wertstabile Kapitalanlage.

Zum guten Gelingen gehören die sorgfältige Vorbereitung und eine gute Beratung. Lesen Sie hier, wie Sie mit dem kleinen 1x1 der Baufinanzierung zum eigenen Heim gelangen

1. Die Baufinanzierung: Ihr persönliches Budget

Die Bauzinsen sind weiterhin auf Tiefstand, daher rückt das Eigenheim für viele Menschen in greifbare Nähe. Verbraucher, die bislang zögerten, stellen fest, dass die Monatsraten für Baugeld auch in ihr Budget passen. Steigende Mieten kommen hinzu. Vor diesem Hintergrund ist die Investition mit einer Baufinanzierung in das eigene Haus oder die eigene Wohnung eine attraktive und realistische Alternative.

Hohe Monatsmieten sind eines der wichtigsten Argumente für die Entscheidung zum Eigenheim, nach dem Motto „Dann doch lieber etwas Eigenes“. Die monatliche Kaltmiete steht für eine Immobilienfinanzierung auf jeden Fall zur Verfügung. Mithilfe einer einfachen Formel ermitteln Sie aus der Kaltmiete plus den Sparbeiträgen für Rücklagen die Höhe der möglichen Monatsrate.

Ob die Rate zu Ihrer gewünschten Kreditsumme passt, können Sie mit unserem Baufinanzierungsrechner ermitteln.

2. Das Eigenkapital für die Baufinanzierung

Über wie viel Eigenkapital verfügen Sie? Dies ist eine wichtige Frage bei der Entscheidung, ob und wann Sie bauen oder eine Immobilie kaufen. Wenn Sie heute schon wissen, dass Sie in ein paar Jahren den Traum vom eigenen Haus verwirklichen möchten, können Sie gezielt darauf hinarbeiten. Spätestens wenn Sie konkrete Finanzierungsangebote anfordern, ist ein Kassensturz angesagt: Tragen Sie alle verfügbaren Kapitalquellen zusammen und ermitteln Sie Ihr Eigenkapital.

Das Eigenkapital spielt in der Baufinanzierung eine große Rolle. Ein gutes Eigenkapitalpolster dient Ihrer eigenen Sicherheit. Denn eine Finanzierung ganz ohne Eigenkapital ist nicht nur teuer, sondern birgt auch große Risiken.

Zum Eigenkapital gehören alle Vermögenswerte, die in kurzer Frist verfügbar sind, also Sparverträge, Guthaben in Form von Tagesgeld oder Festgeld, der Bausparvertrag, Darlehen vom Arbeitgeber, Kredite von Verwandten und Freunden. Wenn das Baugrundstück bereits vorliegt, aus Erwerb oder Erbschaft, zählt es ebenfalls zum Eigenkapital.

Wer handwerklich geschickt ist, kann auch seine Eigenleistung und die seiner Familie als Eigenkapital ansetzen. Die Berechnung erfolgt analog zu den Kosten, die ein professioneller Handwerker für die Leistung verlangen würde. Viele Bauherren streichen Wände, legen Fliesen oder kümmern sich selbst um die Bodenbeläge.

 

Über wie viel Eigenkapital verfügen Sie? Dies ist eine wichtige Frage bei der Entscheidung, ob und wann Sie bauen oder eine Immobilie kaufen. Wenn Sie heute schon wissen, dass Sie in ein paar Jahren den Traum vom eigenen Haus verwirklichen möchten, können Sie gezielt darauf hinarbeiten. Spätestens wenn Sie konkrete Finanzierungsangebote anfordern, ist ein Kassensturz angesagt: Tragen Sie alle verfügbaren Kapitalquellen zusammen und ermitteln Sie Ihr Eigenkapital.

Das Eigenkapital spielt in der Baufinanzierung eine große Rolle. Ein gutes Eigenkapitalpolster dient Ihrer eigenen Sicherheit. Denn eine Finanzierung ganz ohne Eigenkapital ist nicht nur teuer, sondern birgt auch große Risiken.

Zum Eigenkapital gehören alle Vermögenswerte, die in kurzer Frist verfügbar sind, also Sparverträge, Guthaben in Form von Tagesgeld oder Festgeld, der Bausparvertrag, Darlehen vom Arbeitgeber, Kredite von Verwandten und Freunden. Wenn das Baugrundstück bereits vorliegt, aus Erwerb oder Erbschaft, zählt es ebenfalls zum Eigenkapital.

Wer handwerklich geschickt ist, kann auch seine Eigenleistung und die seiner Familie als Eigenkapital ansetzen. Die Berechnung erfolgt analog zu den Kosten, die ein professioneller Handwerker für die Leistung verlangen würde. Viele Bauherren streichen Wände, legen Fliesen oder kümmern sich selbst um die Bodenbeläge.

 

3. Die Nebenkosten bei Hauskauf und -bau

Wer eine Immobilie kaufen oder ein Haus bauen möchte, darf sich nicht allein an den Preisen in den Anzeigen der Immobilienportale und den Prospekten der Fertighausanbieter orientieren. Denn zu jedem Kauf und zu jedem Bauprojekt kommen Nebenkosten hinzu.

Bei einem Bauprojekt sind die Nebenkosten prozentual höher als beim Kauf einer bestehenden Immobilie, weil zu den Kosten für Grunderwerb, Makler und Notar auch die Erschließungskosten für das Grundstück sowie die Kosten für Baugenehmigung, Versicherungen, Baustelle und Bauüberwachung hinzukommen.

Nehmen Sie also nicht den Netto-Preis für Hausbau und Grundstück als Grundlage für die Baufinanzierung, sondern rechnen Sie sorgfältig und anhand einer Checkliste die bevorstehenden Kosten zusammen. Nicht selten kommen dabei Beträge in Höhe von noch einmal 50 Prozent der reinen Hausbau- und Grundstückskosten zusammen.

Diese Nebenkosten gehören in die Baufinanzierung. Die Grundformel lautet: Haus- oder Wohnungspreis plus Nebenkosten abzüglich Eigenkapital ergibt die Höhe des benötigten Immobiliendarlehens.

Idealerweise können Sie die Nebenkosten vollständig aus Ihrem Eigenkapital decken. Bei einem Kredit in Höhe des Kaufpreises oder weniger können Sie dann im Notfall den Kredit mit dem Verkaufserlös des Hauses oder der Wohnung ablösen.

4. Gestaltung von Baufinanzierung und Laufzeit

Jede Baufinanzierung ist anders. Denn die Menschen, die eine Immobilienfinanzierung abschließen, bringen ganz unterschiedliche Voraussetzungen mit. Der eine hat bereits ein langes Arbeitsleben hinter sich und gespart, nun möchte er mit Blick auf den Ruhestand eine passende Wohnung kaufen. Der andere möchte Kapital aus einer Erbschaft sicher und renditestark anlegen. Ein Dritter wiederum ist jung und möchte mit der Familie ins eigene Heim ziehen.

Die Baufinanzierung passt sich an das Lebensalter an. Je kürzer die Zeit bis zur Rente, desto schneller soll der Kredit abgetragen werden. Es macht in der Baufinanzierung einen sehr großen Unterschied, ob jemand am Anfang der Karriere steht und noch 35 Jahre Zeit hat, die Immobilie abzubezahlen. Oder ob ein 50-jähriger Käufer den Kredit innerhalb der nächsten 15 Jahre zurückzahlen möchte.

Bei den meisten Arbeitnehmern sinkt mit dem Renteneintritt auch das verfügbare Einkommen. Viele haben das Ziel, im Alter mietfrei zu wohnen – die Immobilie ist ihre Altersvorsorge. Andere wollen zumindest die monatliche Rate ihrem Einkommen als Rentner oder Pensionär anpassen. Gerade für den letzteren Fall sind flexible Verträge nötig. Für Käufer von Wohnungen, die der Kapitalanlage dienen, sind wiederum andere Finanzierungsmodelle nötig. In jedem Fall muss die Baufinanzierung zum Nutzungskonzept passen.

Je nach persönlicher Lebenssituation und den Motiven für den Immobilienkauf wird die Baufinanzierung individuell gestaltet: Laufzeit und Tilgung des Kredits richten sich auch nach dem Lebensalter.

Persönliche Risiken in der Baufinanzierung

Man kann es nicht oft genug betonen: Die Baufinanzierung ist ein langfristiges Projekt, das einen großen Teil des monatlichen Einkommens beansprucht. Manche Kreditnehmer verpflichten sich bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Wenn dann zum Beispiel das Einkommen eines Partners ausfällt, gerät die Baufinanzierung und unter Umständen auch die selbstgenutzte Immobilie in Gefahr.  

Wichtig ist, diese Risiken für Ihre Baufinanzierung zu bedenken.

  • Berufsunfähigkeit: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für Arbeitnehmer empfehlenswert. Sie hilft, die monatliche Kreditrate zu zahlen, wenn der eigene Beruf wegen Krankheit nicht mehr ausgeübt werden kann.
  • Arbeitslosigkeit: Wenn sich eine Familie auf zwei Einkommen stützen kann, sind die Risiken im Falle eines Jobverlusts geringer.
  • Tod eines Partners: Mit einer Absicherung für den Todesfall kann der verbleibende Partner den Immobilienkredit weiter bedienen oder ablösen.
  • Restschuldversicherung: Kreditnehmer können im Rahmen der Baufinanzierung eine Versicherung für den Fall des Todes, der Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit abschließen.
    Zur "Absicherung" der Restschuld kann auch ein zinssicherer und -günstiger Bausparvertrag eingesetzt werden.  

5. Die Höhe der Zinsen bei der Baufinanzierung ist wichtig

Zinsen sind der Dreh- und Angelpunkt Ihrer Finanzierung. Sie sind der Preis, den der Kreditgeber für die Bereitstellung der Kreditsumme erhält. Immobiliendarlehen gehören zu den langfristigen Krediten, daher bestimmt der anfänglich festgelegte Zinssatz die Kosten der Baufinanzierung auf Jahre hinaus.

Welche Zinsen sind entscheidend für die Baufinanzierung?

Einen „mittleren“ Zinssatz für die Baufinanzierung gibt es nicht, auch wenn Online-Suchmaschinen heute den direkten Preisvergleich erleichtern. Wer Laufzeit, Wunschrate und Kredithöhe eingibt, erhält eine Vielzahl von Angeboten mit dem jeweils effektiven Jahreszins.

Daher bitten wir Sie, uns anzusprechen, damit wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch ein unverbindliches Angebot machen können.

Zinsentwicklung in Deutschland

Das Zinsumfeld ist zurzeit für eine Baufinanzierung ideal. Die EZB tut weiterhin alles, um die Wirtschaft mit günstigem Geld zu versorgen. Dabei sind die Experten uneins, ob die „Zinswende“ kurz bevorsteht oder womöglich schon eingetreten ist. Unter der Zinswende verstehen Marktbeobachter die Umkehr des Trends der vergangenen Jahre. Denkbar ist jedoch auch, dass die Zinsen weiterhin im Dauertief verweilen.

6. Der Aufbau eines Immobilenkredits

Wer eine Baufinanzierung plant, sollte die wichtigsten Vertragsbestandteile kennen, denn der Vertrag über die Immobilienfinanzierung bindet den Kreditnehmer über viele Jahre oder Jahrzehnte.

  • Das Annuitätendarlehen
    Das Annuitätendarlehen ist die klassische Form der Baufinanzierung. Bei dieser Darlehensform wird eine monatliche Rate vereinbart, die einen Tilgungs- und einen Zinsanteil enthält. Die monatliche (oder auch viertel-, halb- oder jährliche Rate) bleibt über die gesamte Laufzeit des Kredits konstant. Durch den Tilgungsanteil in der Rückzahlungsrate verringert sich die Restschuld, sodass mit jedem Zeitraum etwas weniger Zinsen anfallen. So wird der Zinsanteil in der Monatsrate niedriger, der Tilgungsanteil steigt.

  • Das Hypothekendarlehen
    Eine Baufinanzierung läuft in aller Regel über ein Hypothekendarlehen, auch Hypothekarkredit genannt. Dabei sichert sich die Bank mit einem Grundpfandrecht das Recht, auf die Immobilie zuzugreifen, sollte der Kredit nicht bezahlt werden. Meist wird heute eine Grundschuld ins Grundbuch eingetragen, seltener eine Hypothek, die etwas andere rechtliche Folgen hat. Die Grundschuld ist öffentlich sichtbar, und sie besteht so lange, bis sie gelöscht wird.

  • Die Sofort-Finanzierung mit einem Bausparvertrag
    In dieser Form der Baufinanzierung wird ein sogenanntes Zinszahlungsdarlehen mit vorher vereinbarten Sollzinsen sofort ausgezahlt. Anstelle der Darlehenstilgung wird ein neuabgeschlossener Bausparvertrag bespart. Bei Zuteilung des Bausparvertrags lösen das Bausparguthaben und das -darlehen das Zinszahlungsdarlehen ab. Anschließend ist das Bauspardarlehen in festen monatlichen Zins- und Tilgungsraten zurückzuzahlen.

  • Das Volltilgerdarlehen
    Das Volltilgerdarlehen ist so angelegt, dass Sie zum Ende der Laufzeit den gesamten Kredit zurückgezahlt haben und schuldenfrei sind. In Zeiten niedriger Zinsen ist dies besonders günstig, weil Sie sich keine Gedanken über eine Anschlussfinanzierung zu eventuell steigenden Zinsen machen müssen. Je nach Kreditsumme ist die Monatsrate für das Volltilgerdarlehen relativ hoch, da ein großer Teil der Rate in die Tilgung fließt.

    Außerdem hat der Vertrag eine geringe Flexibilität: Eine Verkürzung oder Verlängerung der Laufzeit sowie Sondertilgungen sind meist ausgeschlossen. Diese Form der Baufinanzierung eignet sich vor allem für einkommensstarke Kreditnehmer, die ein Höchstmaß an Planungssicherheit und Zinsstabilität bevorzugen.

  • Darlehen mit variablem Zinssatz
    Bei dieser Form der Baufinanzierung wird der Zinssatz nur für einen kurzen Zeitraum (drei bis sechs Monate) festgelegt, er kann sich also laufend ändern. Der Kreditzins richtet sich nach dem Euribor-Zinssatz. Dies ist der Zinssatz, zu dem Banken untereinander handeln, er orientiert sich am Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB). Je nach Zinsentwicklung kann das Darlehen so teurer oder günstiger werden.

    Ein Vorteil: Der Kredit kann bei diesen Verträgen wesentlich flexibler zurückgezahlt werden, eine Vorfälligkeitsentschädigung entfällt. Für die meisten privaten Bauherren ist diese Form der Baufinanzierung allerdings zu riskant.

  • Forward-Darlehen
    Mit einem Forward-Darlehen sichern sich Kreditnehmer heute geltende günstige Zinskonditionen für die Zukunft. Diese Darlehen betreffen insbesondere die Anschlussfinanzierung: Bis zu fünf Jahre vor Auslaufen der aktuellen Baufinanzierung (bei Bausparverträgen gelten 36 Monate) kann ein Vertrag für das Anschlussdarlehen abgeschlossen werden. Das Darlehen selbst wird dann erst zu dem Zeitpunkt ausgezahlt, zu dem das erste Darlehen ausläuft. Bis dahin erhebt die Bank einen Zinsaufschlag für jeden Monat Wartezeit.

    Natürlich gibt es keine Garantie, dass die Zinsen im vereinbarten Zeitraum tatsächlich steigen – allerdings sind die Forward-Darlehen zurzeit so günstig, dass Kreditnehmer damit nur selten eine Fehlentscheidung treffen. Ein Produkt, das Bauherren für die Anschlussfinanzierung im Auge behalten sollten.

7. Die Zinsbindung in der Baufinanzierung

Im Darlehensvertrag wird der Zinssatz für einen bestimmten Zeitraum festgeschrieben, man spricht vom gebundenen Sollzins. Zumeist steht der Zinssatz über die gesamte Laufzeit des Vertrags fest, die Dauer der Zinsbindung entspricht also der Kreditlaufzeit.

Die Zinsen für Immobilienkredite entwickeln sich parallel zum allgemeinen Zinsgeschehen auf den Geldmärkten. Wie sie sich allerdings entwickeln, das kann kein Experte voraussagen. Dafür sind die internationalen Einflüsse und die Entwicklungen auf den verschiedenen Märkten zu komplex.

Zurzeit sind die Zinsen in Deutschland sehr niedrig, daher können die Zinsen heute praktisch nur in eine Richtung gehen: nach oben. In Zeiten hoher Zinsen ist dies anders: Dann gibt es auch das Risiko, dass die Zinsen sinken. In solch einem Fall fesselt die Zinsbindung den Kreditnehmer an einen vergleichsweise teuren Vertrag. Deshalb ist es wichtig, sich jetzt die niedrigen Zinsen langfristig zu sichern.

 

8. Die Tilgung in der Baufinanzierung

Die Tilgung ist die Rückzahlung des Kredits in Teilbeträgen. Weil durch die Tilgung der Kreditbetrag immer weiter abnimmt, werden Monat für Monat weniger Zinsen fällig. Die Tilgungsrate bleibt daher nicht auf dem Anfangswert stehen, sondern steigt immer weiter an – der Rückzahlungsprozess beschleunigt sich.

Grundsätzlich ist die Höhe der Tilgung unabhängig vom Zinssatz: Ein Darlehen kann immer schnell oder langsam getilgt werden. Wie der Plan konkret aussehen soll, hängt stark von Ihrer persönlichen Lebenssituation ab.

Eine gute Alternative zur hohen anfänglichen Tilgungsrate ist die Vereinbarung von Sondertilgungsrechten. Im Kreditvertrag wird vereinbart, ob und in welchem Umfang Kreditnehmer zusätzliches Kapital außerplanmäßig für die Tilgung des Darlehens einsetzen dürfen. So dienen Geldgeschenke, Sonderzahlungen vom Arbeitgeber oder Erbschaften dazu, die Restschuld zu vermindern. Die Zinslast sinkt, der Tilgungsanteil steigt und der Kredit kann schneller abbezahlt werden. Üblich sind Vereinbarungen, nach denen beispielsweise fünf Prozent der anfänglichen Kreditsumme pro Jahr zusätzlich getilgt werden dürfen. Auf diese Sondertilgungsrechte gibt es jedoch keinen gesetzlichen Anspruch.

9. Darlehensvertrag und Darlehensauszahlung in der Baufinanzierung

Die Realisierung der Baufinanzierung und des Immobilienkaufs ist ein weiterer spannender Höhepunkt auf dem Weg zum Eigenheim. Jetzt wird rechtlich nachvollzogen, was so viele Wochen und Monate geplant wurde. Die Verträge, die jetzt unterschrieben werden, sind wichtig und rechtlich bindend.

Der Abschluss des Kaufvertrags auf der einen und des Darlehensvertrags auf der anderen Seite erfordern eine gute zeitliche Abstimmung. Denn wenn der Darlehensvertrag unterschrieben ist, aber der Immobilienkauf platzt, entstehen Kosten für den Rücktritt von der Baufinanzierung. Umgekehrt sollte man den Kaufvertrag nicht ohne verbindliche Finanzierungszusage unterschreiben, denn die Rückabwicklung eines Immobilienkaufs ist für den Käufer mit hohen Kosten verbunden.

10. Das gibt der Staat dazu - Förderungen

Nach wie vor fördert der Staat Arbeitnehmer, die ein Eigenheim bauen oder kaufen möchten. Dabei steht zum einen der Vorsorgeaspekt im Vordergrund: Der Staat ermuntert seine Bürger, sich ein Polster fürs Alter anzuschaffen, und da gehört die selbst genutzte Immobilie klar zu den bevorzugten Anlageformen. Entsprechend gibt es für Sparbeträge, die etwa in einen Bausparvertrag fließen, staatliche Zulagen und Steuervorteile. Zum anderen fördern Bund, Länder und Kommunen Maßnahmen, die zur Energieeffizienz beitragen.

  • Die Riester-Zulage in der Baufinanzierung: Wohn-Riester
    Das eigene Heim ist eine sinnvolle Altersvorsorge. Sind Haus oder Wohnung erst einmal abbezahlt, wohnen Sie im Alter mietfrei. Mit der Rente halten Sie Ihren gewohnten Lebensstandard aufrecht. Diesem Gedanken folgt „Wohn-Riester“1. Die staatliche Zulage wurde 2008 eingeführt. Anders als bei Geld-Riester-Verträgen, bei denen die Rente einschließlich der Zulagen erst nach Erreichen der Altersgrenze ausgezahlt wird, können die Zulagen für die Baufinanzierung sofort eingesetzt werden. Sofern Sie die Immobilie selbst nutzen.

    Bei Ehepaaren hat jeder Partner ein eigenes Anrecht auf die Riester-Grundzulage von zurzeit 175 Euro im Jahr. Für Kinder gibt es zusätzliche Zulagen: Für jedes nach 2007 geborene Kind gibt der Staat 300 Euro Förderung pro Jahr dazu.

  • Bausparförderung mit der Arbeitnehmersparzulage
    Der Staat fördert das Bausparen mit verschiedenen Instrumenten. Ganz allgemein steht jedem Arbeitnehmer, der fürs Alter vorsorgt und Vermögen bildet, eine Arbeitnehmersparzulage zu. Gezahlt werden die Zulagen bei der Auszahlung des Bausparvertrags. Zurzeit erhält jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin bis zu 43 Euro Zulage im Jahr. Bedingung: Das zu versteuernde Jahreseinkommen ist nicht höher als 17.900 Euro (35.800 Euro bei Zusammenveranlagung von Ehe-/Lebenspartnern).

  • Bausparförderung mit der Wohnungsbauprämie
    Ähnlich funktioniert die Wohnungsbauprämie. Sie soll es auch Arbeitnehmern mit geringerem Einkommen ermöglichen, ein Eigenheim zu bauen oder zu kaufen. Die Prämie gibt es für Bausparverträge mit einem Mindestsparbeitrag von 50 Euro, die maximale Prämie beträgt 45 Euro im Jahr, für Verheiratete 90 Euro. Die Einkommensgrenze beträgt 25.600 Euro Jahreseinkommen, bei Ehegatten 51.200 Euro.

  • Zinsgünstige Kredite der KfW Förderbank
    Die staatseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt mit Fördermitteln die Wohnraummodernisierung und die Wohneigentumsbildung in Deutschland. Als Fördermittel kommen Zuschüsse oder günstige Darlehen in Frage. Mehr über die Förder-Möglichkeiten durch die erfahren Sie hier. 

    Die Website www.foerder-welt.de klärt über wohnwirtschaftliche Förderkredite auf und greift aktuelle Trendthemen auf. Schauen Sie mal rein! Gerne sind wir bei Fragen und Anträgen für Sie da, denn Fördermittel können nur über Ihre Hausbank beantragt werden!

Nach wie vor fördert der Staat Arbeitnehmer, die ein Eigenheim bauen oder kaufen möchten. Dabei steht zum einen der Vorsorgeaspekt im Vordergrund: Der Staat ermuntert seine Bürger, sich ein Polster fürs Alter anzuschaffen, und da gehört die selbst genutzte Immobilie klar zu den bevorzugten Anlageformen. Entsprechend gibt es für Sparbeträge, die etwa in einen Bausparvertrag fließen, staatliche Zulagen und Steuervorteile. Zum anderen fördern Bund, Länder und Kommunen Maßnahmen, die zur Energieeffizienz beitragen.

  • Die Riester-Zulage in der Baufinanzierung: Wohn-Riester
    Das eigene Heim ist eine sinnvolle Altersvorsorge. Sind Haus oder Wohnung erst einmal abbezahlt, wohnen Sie im Alter mietfrei. Mit der Rente halten Sie Ihren gewohnten Lebensstandard aufrecht. Diesem Gedanken folgt „Wohn-Riester“1. Die staatliche Zulage wurde 2008 eingeführt. Anders als bei Geld-Riester-Verträgen, bei denen die Rente einschließlich der Zulagen erst nach Erreichen der Altersgrenze ausgezahlt wird, können die Zulagen für die Baufinanzierung sofort eingesetzt werden. Sofern Sie die Immobilie selbst nutzen.

    Bei Ehepaaren hat jeder Partner ein eigenes Anrecht auf die Riester-Grundzulage von zurzeit 175 Euro im Jahr. Für Kinder gibt es zusätzliche Zulagen: Für jedes nach 2007 geborene Kind gibt der Staat 300 Euro Förderung pro Jahr dazu.

  • Bausparförderung mit der Arbeitnehmersparzulage
    Der Staat fördert das Bausparen mit verschiedenen Instrumenten. Ganz allgemein steht jedem Arbeitnehmer, der fürs Alter vorsorgt und Vermögen bildet, eine Arbeitnehmersparzulage zu. Gezahlt werden die Zulagen bei der Auszahlung des Bausparvertrags. Zurzeit erhält jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin bis zu 43 Euro Zulage im Jahr. Bedingung: Das zu versteuernde Jahreseinkommen ist nicht höher als 17.900 Euro (35.800 Euro bei Zusammenveranlagung von Ehe-/Lebenspartnern).

  • Bausparförderung mit der Wohnungsbauprämie
    Ähnlich funktioniert die Wohnungsbauprämie. Sie soll es auch Arbeitnehmern mit geringerem Einkommen ermöglichen, ein Eigenheim zu bauen oder zu kaufen. Die Prämie gibt es für Bausparverträge mit einem Mindestsparbeitrag von 50 Euro, die maximale Prämie beträgt 45 Euro im Jahr, für Verheiratete 90 Euro. Die Einkommensgrenze beträgt 25.600 Euro Jahreseinkommen, bei Ehegatten 51.200 Euro.

  • Zinsgünstige Kredite der KfW Förderbank
    Die staatseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt mit Fördermitteln die Wohnraummodernisierung und die Wohneigentumsbildung in Deutschland. Als Fördermittel kommen Zuschüsse oder günstige Darlehen in Frage. Mehr über die Förder-Möglichkeiten durch die erfahren Sie hier. 

    Die Website www.foerder-welt.de klärt über wohnwirtschaftliche Förderkredite auf und greift aktuelle Trendthemen auf. Schauen Sie mal rein! Gerne sind wir bei Fragen und Anträgen für Sie da, denn Fördermittel können nur über Ihre Hausbank beantragt werden!

11. Warum benötigen Sie einen Notar?

Der Immobilienkauf und die Baufinanzierung sind Rechtsgeschäfte, die Verbraucher nur selten in ihrem Leben tätigen, und oft geht es um große Summen. Rechtsgeschäfte von besonderer Bedeutung werden von einem Notar beurkundet. Bei Grundstücksgeschäften ist dies immer der Fall – ob Kauf, Erbschaft, Schenkung oder Erbbau. Auch Grundbucheintragungen können in Deutschland nur von Notaren vorgenommen werden. Der Notar ist neutral und keiner Partei verpflichtet. Es gehört zu seinen Aufgaben sicherzustellen, dass alle Vertragsparteien die Bedeutung und die Konsequenzen der Vereinbarungen erkennen.

Die Grundschuld ist in Deutschland die wichtigste Art der Kreditsicherung. In den meisten Fällen verlangen die Kreditgeber als Absicherung des Kredits eine Grundschuld ersten Ranges. In dieser Frage besteht für private Kreditnehmer kaum Verhandlungsspielraum. Damit hat der Kreditgeber Vorrang vor allen anderen Gläubigern, auch im Falle einer Insolvenz des Schuldners. Die Kreditsumme wird üblicherweise erst ausgezahlt, wenn die Grundschuld für den Kreditgeber im Grundbuch an erster Stelle eingetragen ist. Ein Gerichtsprozess ist nicht nötig, um die Ansprüche durchzusetzen.

Die Grundschuld kommt zum Tragen, wenn der Kredit nicht zurückgezahlt wird. Dann kann der Kreditgeber die mit der Grundschuld belastete Immobilie versteigern lassen und mit dem Erlös die Kreditschuld ablösen. Der Fachbegriff für die Zustimmung des Kreditnehmers zur Versteigerung der Immobilie ist die „Vollstreckungsunterwerfung“. So kann der Kreditgeber offene Forderungen im Wege der Zwangsvollstreckung durchsetzen.

Die Grundschuld bleibt vollständig im Grundbuch bestehen, auch wenn das Darlehen abbezahlt ist. Kreditnehmer können sie löschen lassen, allerdings ist dies wieder mit Kosten verbunden. Zum Löschen benötigen Sie eine Löschungsbewilligung der Bausparkasse oder Bank.

Die Dienstleistung des Notars kostet Geld. Notare legen ihre Gebühren nicht nach Gebührentabellen fest, sondern die Kosten richten sich nach der Höhe des Kaufpreises. Die Gebühren der Grundbuchämter wiederum richten sich nach dem Wert des einzutragenden Grundpfandrechts. Auch die Löschung und der Wechsel zu einem anderen Rechteinhaber sind mit Gebühren verbunden.

12. Wie geht es mit der Baufinanzierung weiter?

Die Baufinanzierung läuft. Sie genießen Ihr Eigenheim: Sie sind unabhängig, gestalten Ihr Wohnumfeld nach Ihren Wünschen, zahlen Ihre feste monatliche Rate und freuen sich auf die Aussicht, bald gänzlich mietfrei zu wohnen. Doch in den meisten Fällen ist mit dem Ende der Zinsbindungsfrist Ihre Baufinanzierung noch nicht abgeschlossen. Nach der Laufzeit des Kredits bleibt eine Restschuld, die Sie mit einem neuen Darlehen, dem Anschlussdarlehen, finanzieren. Steigen Sie rechtzeitig in die zweite Finanzierungsrunde ein, können Sie bares Geld sparen.

Sprechen Sie uns hier an, wir sind für Sie da und finden gemeinsam mit Ihnen in einem persönlichen Gespräch eine Lösung.

1. Die Baufinanzierung: Ihr persönliches Budget

Die Bauzinsen sind weiterhin auf Tiefstand, daher rückt das Eigenheim für viele Menschen in greifbare Nähe. Verbraucher, die bislang zögerten, stellen fest, dass die Monatsraten für Baugeld auch in ihr Budget passen. Steigende Mieten kommen hinzu. Vor diesem Hintergrund ist die Investition mit einer Baufinanzierung in das eigene Haus oder die eigene Wohnung eine attraktive und realistische Alternative.

Hohe Monatsmieten sind eines der wichtigsten Argumente für die Entscheidung zum Eigenheim, nach dem Motto „Dann doch lieber etwas Eigenes“. Die monatliche Kaltmiete steht für eine Immobilienfinanzierung auf jeden Fall zur Verfügung. Mithilfe einer einfachen Formel ermitteln Sie aus der Kaltmiete plus den Sparbeiträgen für Rücklagen die Höhe der möglichen Monatsrate.

Ob die Rate zu Ihrer gewünschten Kreditsumme passt, können Sie mit unserem Baufinanzierungsrechner ermitteln.

2. Das Eigenkapital für die Baufinanzierung

Über wie viel Eigenkapital verfügen Sie? Dies ist eine wichtige Frage bei der Entscheidung, ob und wann Sie bauen oder eine Immobilie kaufen. Wenn Sie heute schon wissen, dass Sie in ein paar Jahren den Traum vom eigenen Haus verwirklichen möchten, können Sie gezielt darauf hinarbeiten. Spätestens wenn Sie konkrete Finanzierungsangebote anfordern, ist ein Kassensturz angesagt: Tragen Sie alle verfügbaren Kapitalquellen zusammen und ermitteln Sie Ihr Eigenkapital.

Das Eigenkapital spielt in der Baufinanzierung eine große Rolle. Ein gutes Eigenkapitalpolster dient Ihrer eigenen Sicherheit. Denn eine Finanzierung ganz ohne Eigenkapital ist nicht nur teuer, sondern birgt auch große Risiken.

Zum Eigenkapital gehören alle Vermögenswerte, die in kurzer Frist verfügbar sind, also Sparverträge, Guthaben in Form von Tagesgeld oder Festgeld, der Bausparvertrag, Darlehen vom Arbeitgeber, Kredite von Verwandten und Freunden. Wenn das Baugrundstück bereits vorliegt, aus Erwerb oder Erbschaft, zählt es ebenfalls zum Eigenkapital.

Wer handwerklich geschickt ist, kann auch seine Eigenleistung und die seiner Familie als Eigenkapital ansetzen. Die Berechnung erfolgt analog zu den Kosten, die ein professioneller Handwerker für die Leistung verlangen würde. Viele Bauherren streichen Wände, legen Fliesen oder kümmern sich selbst um die Bodenbeläge.

 

3. Die Nebenkosten bei Hauskauf und -bau

Wer eine Immobilie kaufen oder ein Haus bauen möchte, darf sich nicht allein an den Preisen in den Anzeigen der Immobilienportale und den Prospekten der Fertighausanbieter orientieren. Denn zu jedem Kauf und zu jedem Bauprojekt kommen Nebenkosten hinzu.

Bei einem Bauprojekt sind die Nebenkosten prozentual höher als beim Kauf einer bestehenden Immobilie, weil zu den Kosten für Grunderwerb, Makler und Notar auch die Erschließungskosten für das Grundstück sowie die Kosten für Baugenehmigung, Versicherungen, Baustelle und Bauüberwachung hinzukommen.

Nehmen Sie also nicht den Netto-Preis für Hausbau und Grundstück als Grundlage für die Baufinanzierung, sondern rechnen Sie sorgfältig und anhand einer Checkliste die bevorstehenden Kosten zusammen. Nicht selten kommen dabei Beträge in Höhe von noch einmal 50 Prozent der reinen Hausbau- und Grundstückskosten zusammen.

Diese Nebenkosten gehören in die Baufinanzierung. Die Grundformel lautet: Haus- oder Wohnungspreis plus Nebenkosten abzüglich Eigenkapital ergibt die Höhe des benötigten Immobiliendarlehens.

Idealerweise können Sie die Nebenkosten vollständig aus Ihrem Eigenkapital decken. Bei einem Kredit in Höhe des Kaufpreises oder weniger können Sie dann im Notfall den Kredit mit dem Verkaufserlös des Hauses oder der Wohnung ablösen.

4. Gestaltung von Baufinanzierung und Laufzeit

Jede Baufinanzierung ist anders. Denn die Menschen, die eine Immobilienfinanzierung abschließen, bringen ganz unterschiedliche Voraussetzungen mit. Der eine hat bereits ein langes Arbeitsleben hinter sich und gespart, nun möchte er mit Blick auf den Ruhestand eine passende Wohnung kaufen. Der andere möchte Kapital aus einer Erbschaft sicher und renditestark anlegen. Ein Dritter wiederum ist jung und möchte mit der Familie ins eigene Heim ziehen.

Die Baufinanzierung passt sich an das Lebensalter an. Je kürzer die Zeit bis zur Rente, desto schneller soll der Kredit abgetragen werden. Es macht in der Baufinanzierung einen sehr großen Unterschied, ob jemand am Anfang der Karriere steht und noch 35 Jahre Zeit hat, die Immobilie abzubezahlen. Oder ob ein 50-jähriger Käufer den Kredit innerhalb der nächsten 15 Jahre zurückzahlen möchte.

Bei den meisten Arbeitnehmern sinkt mit dem Renteneintritt auch das verfügbare Einkommen. Viele haben das Ziel, im Alter mietfrei zu wohnen – die Immobilie ist ihre Altersvorsorge. Andere wollen zumindest die monatliche Rate ihrem Einkommen als Rentner oder Pensionär anpassen. Gerade für den letzteren Fall sind flexible Verträge nötig. Für Käufer von Wohnungen, die der Kapitalanlage dienen, sind wiederum andere Finanzierungsmodelle nötig. In jedem Fall muss die Baufinanzierung zum Nutzungskonzept passen.

Je nach persönlicher Lebenssituation und den Motiven für den Immobilienkauf wird die Baufinanzierung individuell gestaltet: Laufzeit und Tilgung des Kredits richten sich auch nach dem Lebensalter.

Persönliche Risiken in der Baufinanzierung

Man kann es nicht oft genug betonen: Die Baufinanzierung ist ein langfristiges Projekt, das einen großen Teil des monatlichen Einkommens beansprucht. Manche Kreditnehmer verpflichten sich bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Wenn dann zum Beispiel das Einkommen eines Partners ausfällt, gerät die Baufinanzierung und unter Umständen auch die selbstgenutzte Immobilie in Gefahr.  

Wichtig ist, diese Risiken für Ihre Baufinanzierung zu bedenken.

  • Berufsunfähigkeit: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für Arbeitnehmer empfehlenswert. Sie hilft, die monatliche Kreditrate zu zahlen, wenn der eigene Beruf wegen Krankheit nicht mehr ausgeübt werden kann.
  • Arbeitslosigkeit: Wenn sich eine Familie auf zwei Einkommen stützen kann, sind die Risiken im Falle eines Jobverlusts geringer.
  • Tod eines Partners: Mit einer Absicherung für den Todesfall kann der verbleibende Partner den Immobilienkredit weiter bedienen oder ablösen.
  • Restschuldversicherung: Kreditnehmer können im Rahmen der Baufinanzierung eine Versicherung für den Fall des Todes, der Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit abschließen.
    Zur "Absicherung" der Restschuld kann auch ein zinssicherer und -günstiger Bausparvertrag eingesetzt werden.  

5. Die Höhe der Zinsen bei der Baufinanzierung ist wichtig

Zinsen sind der Dreh- und Angelpunkt Ihrer Finanzierung. Sie sind der Preis, den der Kreditgeber für die Bereitstellung der Kreditsumme erhält. Immobiliendarlehen gehören zu den langfristigen Krediten, daher bestimmt der anfänglich festgelegte Zinssatz die Kosten der Baufinanzierung auf Jahre hinaus.

Welche Zinsen sind entscheidend für die Baufinanzierung?

Einen „mittleren“ Zinssatz für die Baufinanzierung gibt es nicht, auch wenn Online-Suchmaschinen heute den direkten Preisvergleich erleichtern. Wer Laufzeit, Wunschrate und Kredithöhe eingibt, erhält eine Vielzahl von Angeboten mit dem jeweils effektiven Jahreszins.

Daher bitten wir Sie, uns anzusprechen, damit wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch ein unverbindliches Angebot machen können.

Zinsentwicklung in Deutschland

Das Zinsumfeld ist zurzeit für eine Baufinanzierung ideal. Die EZB tut weiterhin alles, um die Wirtschaft mit günstigem Geld zu versorgen. Dabei sind die Experten uneins, ob die „Zinswende“ kurz bevorsteht oder womöglich schon eingetreten ist. Unter der Zinswende verstehen Marktbeobachter die Umkehr des Trends der vergangenen Jahre. Denkbar ist jedoch auch, dass die Zinsen weiterhin im Dauertief verweilen.

6. Der Aufbau eines Immobilienkredits

Wer eine Baufinanzierung plant, sollte die wichtigsten Vertragsbestandteile kennen, denn der Vertrag über die Immobilienfinanzierung bindet den Kreditnehmer über viele Jahre oder Jahrzehnte.

  • Das Annuitätendarlehen
    Das Annuitätendarlehen ist die klassische Form der Baufinanzierung. Bei dieser Darlehensform wird eine monatliche Rate vereinbart, die einen Tilgungs- und einen Zinsanteil enthält. Die monatliche (oder auch viertel-, halb- oder jährliche Rate) bleibt über die gesamte Laufzeit des Kredits konstant. Durch den Tilgungsanteil in der Rückzahlungsrate verringert sich die Restschuld, sodass mit jedem Zeitraum etwas weniger Zinsen anfallen. So wird der Zinsanteil in der Monatsrate niedriger, der Tilgungsanteil steigt.

  • Das Hypothekendarlehen
    Eine Baufinanzierung läuft in aller Regel über ein Hypothekendarlehen, auch Hypothekarkredit genannt. Dabei sichert sich die Bank mit einem Grundpfandrecht das Recht, auf die Immobilie zuzugreifen, sollte der Kredit nicht bezahlt werden. Meist wird heute eine Grundschuld ins Grundbuch eingetragen, seltener eine Hypothek, die etwas andere rechtliche Folgen hat. Die Grundschuld ist öffentlich sichtbar, und sie besteht so lange, bis sie gelöscht wird.

  • Die Sofort-Finanzierung mit einem Bausparvertrag
    In dieser Form der Baufinanzierung wird ein sogenanntes Zinszahlungsdarlehen mit vorher vereinbarten Sollzinsen sofort ausgezahlt. Anstelle der Darlehenstilgung wird ein neuabgeschlossener Bausparvertrag bespart. Bei Zuteilung des Bausparvertrags lösen das Bausparguthaben und das -darlehen das Zinszahlungsdarlehen ab. Anschließend ist das Bauspardarlehen in festen monatlichen Zins- und Tilgungsraten zurückzuzahlen.

  • Das Volltilgerdarlehen
    Das Volltilgerdarlehen ist so angelegt, dass Sie zum Ende der Laufzeit den gesamten Kredit zurückgezahlt haben und schuldenfrei sind. In Zeiten niedriger Zinsen ist dies besonders günstig, weil Sie sich keine Gedanken über eine Anschlussfinanzierung zu eventuell steigenden Zinsen machen müssen. Je nach Kreditsumme ist die Monatsrate für das Volltilgerdarlehen relativ hoch, da ein großer Teil der Rate in die Tilgung fließt.

    Außerdem hat der Vertrag eine geringe Flexibilität: Eine Verkürzung oder Verlängerung der Laufzeit sowie Sondertilgungen sind meist ausgeschlossen. Diese Form der Baufinanzierung eignet sich vor allem für einkommensstarke Kreditnehmer, die ein Höchstmaß an Planungssicherheit und Zinsstabilität bevorzugen.

  • Darlehen mit variablem Zinssatz
    Bei dieser Form der Baufinanzierung wird der Zinssatz nur für einen kurzen Zeitraum (drei bis sechs Monate) festgelegt, er kann sich also laufend ändern. Der Kreditzins richtet sich nach dem Euribor-Zinssatz. Dies ist der Zinssatz, zu dem Banken untereinander handeln, er orientiert sich am Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB). Je nach Zinsentwicklung kann das Darlehen so teurer oder günstiger werden.

    Ein Vorteil: Der Kredit kann bei diesen Verträgen wesentlich flexibler zurückgezahlt werden, eine Vorfälligkeitsentschädigung entfällt. Für die meisten privaten Bauherren ist diese Form der Baufinanzierung allerdings zu riskant.

  • Forward-Darlehen
    Mit einem Forward-Darlehen sichern sich Kreditnehmer heute geltende günstige Zinskonditionen für die Zukunft. Diese Darlehen betreffen insbesondere die Anschlussfinanzierung: Bis zu fünf Jahre vor Auslaufen der aktuellen Baufinanzierung (bei Bausparverträgen gelten 36 Monate) kann ein Vertrag für das Anschlussdarlehen abgeschlossen werden. Das Darlehen selbst wird dann erst zu dem Zeitpunkt ausgezahlt, zu dem das erste Darlehen ausläuft. Bis dahin erhebt die Bank einen Zinsaufschlag für jeden Monat Wartezeit.

    Natürlich gibt es keine Garantie, dass die Zinsen im vereinbarten Zeitraum tatsächlich steigen – allerdings sind die Forward-Darlehen zurzeit so günstig, dass Kreditnehmer damit nur selten eine Fehlentscheidung treffen. Ein Produkt, das Bauherren für die Anschlussfinanzierung im Auge behalten sollten.

7. Die Zinsbindung in der Baufinanzierung

Im Darlehensvertrag wird der Zinssatz für einen bestimmten Zeitraum festgeschrieben, man spricht vom gebundenen Sollzins. Zumeist steht der Zinssatz über die gesamte Laufzeit des Vertrags fest, die Dauer der Zinsbindung entspricht also der Kreditlaufzeit.

Die Zinsen für Immobilienkredite entwickeln sich parallel zum allgemeinen Zinsgeschehen auf den Geldmärkten. Wie sie sich allerdings entwickeln, das kann kein Experte voraussagen. Dafür sind die internationalen Einflüsse und die Entwicklungen auf den verschiedenen Märkten zu komplex.

Zurzeit sind die Zinsen in Deutschland sehr niedrig, daher können die Zinsen heute praktisch nur in eine Richtung gehen: nach oben. In Zeiten hoher Zinsen ist dies anders: Dann gibt es auch das Risiko, dass die Zinsen sinken. In solch einem Fall fesselt die Zinsbindung den Kreditnehmer an einen vergleichsweise teuren Vertrag. Deshalb ist es wichtig, sich jetzt die niedrigen Zinsen langfristig zu sichern.

 

8. Die Tilgung in der Baufinanzierung

Die Tilgung ist die Rückzahlung des Kredits in Teilbeträgen. Weil durch die Tilgung der Kreditbetrag immer weiter abnimmt, werden Monat für Monat weniger Zinsen fällig. Die Tilgungsrate bleibt daher nicht auf dem Anfangswert stehen, sondern steigt immer weiter an – der Rückzahlungsprozess beschleunigt sich.

Grundsätzlich ist die Höhe der Tilgung unabhängig vom Zinssatz: Ein Darlehen kann immer schnell oder langsam getilgt werden. Wie der Plan konkret aussehen soll, hängt stark von Ihrer persönlichen Lebenssituation ab.

Eine gute Alternative zur hohen anfänglichen Tilgungsrate ist die Vereinbarung von Sondertilgungsrechten. Im Kreditvertrag wird vereinbart, ob und in welchem Umfang Kreditnehmer zusätzliches Kapital außerplanmäßig für die Tilgung des Darlehens einsetzen dürfen. So dienen Geldgeschenke, Sonderzahlungen vom Arbeitgeber oder Erbschaften dazu, die Restschuld zu vermindern. Die Zinslast sinkt, der Tilgungsanteil steigt und der Kredit kann schneller abbezahlt werden. Üblich sind Vereinbarungen, nach denen beispielsweise fünf Prozent der anfänglichen Kreditsumme pro Jahr zusätzlich getilgt werden dürfen. Auf diese Sondertilgungsrechte gibt es jedoch keinen gesetzlichen Anspruch.

9. Darlehensvertrag und Darlehensauszahlung in der Baufinanzierung

Die Realisierung der Baufinanzierung und des Immobilienkaufs ist ein weiterer spannender Höhepunkt auf dem Weg zum Eigenheim. Jetzt wird rechtlich nachvollzogen, was so viele Wochen und Monate geplant wurde. Die Verträge, die jetzt unterschrieben werden, sind wichtig und rechtlich bindend.

Der Abschluss des Kaufvertrags auf der einen und des Darlehensvertrags auf der anderen Seite erfordern eine gute zeitliche Abstimmung. Denn wenn der Darlehensvertrag unterschrieben ist, aber der Immobilienkauf platzt, entstehen Kosten für den Rücktritt von der Baufinanzierung. Umgekehrt sollte man den Kaufvertrag nicht ohne verbindliche Finanzierungszusage unterschreiben, denn die Rückabwicklung eines Immobilienkaufs ist für den Käufer mit hohen Kosten verbunden.

10. Das gibt der Staat dazu - Förderungen

Nach wie vor fördert der Staat Arbeitnehmer, die ein Eigenheim bauen oder kaufen möchten. Dabei steht zum einen der Vorsorgeaspekt im Vordergrund: Der Staat ermuntert seine Bürger, sich ein Polster fürs Alter anzuschaffen, und da gehört die selbst genutzte Immobilie klar zu den bevorzugten Anlageformen. Entsprechend gibt es für Sparbeträge, die etwa in einen Bausparvertrag fließen, staatliche Zulagen und Steuervorteile. Zum anderen fördern Bund, Länder und Kommunen Maßnahmen, die zur Energieeffizienz beitragen.

  • Die Riester-Zulage in der Baufinanzierung: Wohn-Riester
    Das eigene Heim ist eine sinnvolle Altersvorsorge. Sind Haus oder Wohnung erst einmal abbezahlt, wohnen Sie im Alter mietfrei. Mit der Rente halten Sie Ihren gewohnten Lebensstandard aufrecht. Diesem Gedanken folgt „Wohn-Riester“1. Die staatliche Zulage wurde 2008 eingeführt. Anders als bei Geld-Riester-Verträgen, bei denen die Rente einschließlich der Zulagen erst nach Erreichen der Altersgrenze ausgezahlt wird, können die Zulagen für die Baufinanzierung sofort eingesetzt werden. Sofern Sie die Immobilie selbst nutzen.

    Bei Ehepaaren hat jeder Partner ein eigenes Anrecht auf die Riester-Grundzulage von zurzeit 175 Euro im Jahr. Für Kinder gibt es zusätzliche Zulagen: Für jedes nach 2007 geborene Kind gibt der Staat 300 Euro Förderung pro Jahr dazu.

  • Bausparförderung mit der Arbeitnehmersparzulage
    Der Staat fördert das Bausparen mit verschiedenen Instrumenten. Ganz allgemein steht jedem Arbeitnehmer, der fürs Alter vorsorgt und Vermögen bildet, eine Arbeitnehmersparzulage zu. Gezahlt werden die Zulagen bei der Auszahlung des Bausparvertrags. Zurzeit erhält jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin bis zu 43 Euro Zulage im Jahr. Bedingung: Das zu versteuernde Jahreseinkommen ist nicht höher als 17.900 Euro (35.800 Euro bei Zusammenveranlagung von Ehe-/Lebenspartnern).

  • Bausparförderung mit der Wohnungsbauprämie
    Ähnlich funktioniert die Wohnungsbauprämie. Sie soll es auch Arbeitnehmern mit geringerem Einkommen ermöglichen, ein Eigenheim zu bauen oder zu kaufen. Die Prämie gibt es für Bausparverträge mit einem Mindestsparbeitrag von 50 Euro, die maximale Prämie beträgt 45 Euro im Jahr, für Verheiratete 90 Euro. Die Einkommensgrenze beträgt 25.600 Euro Jahreseinkommen, bei Ehegatten 51.200 Euro.

  • Zinsgünstige Kredite der KfW Förderbank
    Die staatseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt mit Fördermitteln die Wohnraummodernisierung und die Wohneigentumsbildung in Deutschland. Als Fördermittel kommen Zuschüsse oder günstige Darlehen in Frage. Mehr über die Förder-Möglichkeiten durch die erfahren Sie hier. 

    Die Website www.foerder-welt.de klärt über wohnwirtschaftliche Förderkredite auf und greift aktuelle Trendthemen auf. Schauen Sie mal rein! Gerne sind wir bei Fragen und Anträgen für Sie da, denn Fördermittel können nur über Ihre Hausbank beantragt werden!

11. Warum benötigen Sie einen Notar?

Der Immobilienkauf und die Baufinanzierung sind Rechtsgeschäfte, die Verbraucher nur selten in ihrem Leben tätigen, und oft geht es um große Summen. Rechtsgeschäfte von besonderer Bedeutung werden von einem Notar beurkundet. Bei Grundstücksgeschäften ist dies immer der Fall – ob Kauf, Erbschaft, Schenkung oder Erbbau. Auch Grundbucheintragungen können in Deutschland nur von Notaren vorgenommen werden. Der Notar ist neutral und keiner Partei verpflichtet. Es gehört zu seinen Aufgaben sicherzustellen, dass alle Vertragsparteien die Bedeutung und die Konsequenzen der Vereinbarungen erkennen.

Die Grundschuld ist in Deutschland die wichtigste Art der Kreditsicherung. In den meisten Fällen verlangen die Kreditgeber als Absicherung des Kredits eine Grundschuld ersten Ranges. In dieser Frage besteht für private Kreditnehmer kaum Verhandlungsspielraum. Damit hat der Kreditgeber Vorrang vor allen anderen Gläubigern, auch im Falle einer Insolvenz des Schuldners. Die Kreditsumme wird üblicherweise erst ausgezahlt, wenn die Grundschuld für den Kreditgeber im Grundbuch an erster Stelle eingetragen ist. Ein Gerichtsprozess ist nicht nötig, um die Ansprüche durchzusetzen.

Die Grundschuld kommt zum Tragen, wenn der Kredit nicht zurückgezahlt wird. Dann kann der Kreditgeber die mit der Grundschuld belastete Immobilie versteigern lassen und mit dem Erlös die Kreditschuld ablösen. Der Fachbegriff für die Zustimmung des Kreditnehmers zur Versteigerung der Immobilie ist die „Vollstreckungsunterwerfung“. So kann der Kreditgeber offene Forderungen im Wege der Zwangsvollstreckung durchsetzen.

Die Grundschuld bleibt vollständig im Grundbuch bestehen, auch wenn das Darlehen abbezahlt ist. Kreditnehmer können sie löschen lassen, allerdings ist dies wieder mit Kosten verbunden. Zum Löschen benötigen Sie eine Löschungsbewilligung der Bausparkasse oder Bank.

Die Dienstleistung des Notars kostet Geld. Notare legen ihre Gebühren nicht nach Gebührentabellen fest, sondern die Kosten richten sich nach der Höhe des Kaufpreises. Die Gebühren der Grundbuchämter wiederum richten sich nach dem Wert des einzutragenden Grundpfandrechts. Auch die Löschung und der Wechsel zu einem anderen Rechteinhaber sind mit Gebühren verbunden.

12. Wie geht es mit der Baufinanzierung weiter?

Die Baufinanzierung läuft. Sie genießen Ihr Eigenheim: Sie sind unabhängig, gestalten Ihr Wohnumfeld nach Ihren Wünschen, zahlen Ihre feste monatliche Rate und freuen sich auf die Aussicht, bald gänzlich mietfrei zu wohnen. Doch in den meisten Fällen ist mit dem Ende der Zinsbindungsfrist Ihre Baufinanzierung noch nicht abgeschlossen. Nach der Laufzeit des Kredits bleibt eine Restschuld, die Sie mit einem neuen Darlehen, dem Anschlussdarlehen, finanzieren. Steigen Sie rechtzeitig in die zweite Finanzierungsrunde ein, können Sie bares Geld sparen.

Sprechen Sie uns hier an, wir sind für Sie da und finden gemeinsam mit Ihnen in einem persönlichen Gespräch eine Lösung.

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Sara Eichelberg