Gemeinsamer Förderkreis von Volksbank Hellweg und Volksbank Sauerland gestartet

Erste Kooperationsfelder der Volksbank Hellweg eG und Volksbank Sauerland eG umgesetzt

Mit einer Auftaktpräsentation vor dem Vorstand startete am Montag der erste gemeinsame Förderkreis der Volksbanken Hellweg und Sauerland. Je sechs junge Mitarbeiter/-innen beider Banken nehmen teil und erweitern in den kommenden drei Jahren in gemeinsamen Bildungsmodulen ihre sozialen und methodischen Kompetenzen. Damit setzen die Volksbanken ein weiteres Kooperationsfeld im Rahmen ihrer Zusammenarbeit um.

Bereits seit Anfang Oktober wird die gemeinsame Abwicklung des beleghaften Zahlungsverkehrs umgesetzt. Überweisungsbelege werden in Soest zentral gescannt und weiterverarbeitet. Im Gegenzug erfolgt seit Oktober die Münzgeldbearbeitung im Kompetenzzentrum in Alt-Arnsberg.

Die im letzten Jahr beschlossene Kooperation der Volksbanken Hellweg und Sauerland zeigt mit diesen beiden Beispielen nun erste Ergebnisse. „Der bereits vor der geplanten Fusion im Jahr 2013 begonnene Austausch in Fachfragen und die kollegiale Zusammenarbeit waren eine optimale Basis für das Gelingen der Kooperation. Einige Projekte sind umgesetzt und erweisen sich als praxistauglich“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung beider Häuser.

Die Vorstände der Volksbank Hellweg eG und Volksbank Sauerland eG sehen in der Kooperation die Chance, Kräfte zu bündeln und Synergiepotenzial zu nutzen. Durch die Kooperation sollen Kosten gesenkt, Risiken verteilt und Wissen transferiert werden. Gleichzeitig bleiben beide Banken selbständig agierend und dezentral organisiert.

Auch im Kreditgeschäft gibt es sinnvolle Kooperationsfälle. Zum einen kann durch gemeinsame Kreditvergaben das Ausfallrisiko auf mehrere Schultern verteilt werden, zum anderen können größere Kreditengagements vergeben werden. Vor dem Hintergrund der geänderten aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen infolge der Finanzmarktkrise und der sich daraus ableitenden regulatorischen Anforderungen sehen sich insbesondere die Regionalbanken geschäftspolitisch und strategisch vor neue Herausforderungen gestellt. „Obwohl die genossenschaftlichen Kreditinstitute von den Folgen der Finanzkrise nicht betroffen waren und entstandene Probleme aus eigener Kraft gelöst haben, sind sie von den Regularien ebenso betroffen“, so die Vorstände beider Häuser unisono. „Die künftige Kooperation ist auch vor diesem Hintergrund nachvollziehbar“, so der Vorstand Christian Eschbach (VBS) und der Vorstandsvorsitzender Bernd Wesselbaum (VBH).

Durch die bisher umgesetzten und durch weitere geplante Kooperationsfelder werden eine wirtschaftliche Stärkung, eine organisatorische Verbesserung, der zeitgemäße Ausbau und die zukunftssichernde strategische Ausrichtung der genossenschaftlichen Bankdienstleistungen für ihre nahezu 140.000 Kunden und über 70.000 Mitglieder angestrebt. Jede Bank hat aktuell eine Bilanzsumme von ca. 1,3 Mrd. Euro und ca. 300 Mitarbeiter. Einigkeit besteht bei beiden Partnern über ihren genossenschaftlichen Auftrag, wonach die Förderung der Mitglieder sowie die Markt- und Kundennähe im Fokus stehen. Beide Häuser haben einen engen Bezug zur Region und übernehmen gesellschaftliche Verantwortung durch ihr soziales Engagement.