Notfalldose: die Rettung aus dem Kühlschrank

Volksbank Hellweg, Seniorenbüro und Bürgerbüro bieten Helfer für Notsituationen an

Bad Sassendorf. Alle Dokumente für den Notfall an einem festen Ort und stets in Reichweite: Die „Notfalldose“ macht dies möglich. Der Helfer wird im Kühlschrank gelagert, unterstützt Angehörige und Notärzte und spart wichtige Minuten.

In vielen Städten und Gemeinden wird sie schon angeboten, jetzt gibt es die Dose auch in der Gemeinde Bad Sassendorf. Bürgermeister Malte Dahlhoff und der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Hellweg Bernd Wesselbaum waren begeistert von der Idee und haben kurzerhand Dosen für die Bad Sassendorfer Bürger bestellt. Die Volksbank hat die Kosten übernommen. Die Dosen sind ab sofort in der Volksbank Filiale in der Kaiserstraße, im Seniorenbüro im Mehrgenerationenhaus und im Bürgerbüro erhältlich.

Nicht jedem gelingt es, in einer Notfallsituation genaue Angaben zum Gesundheitszustand, Vorerkrankungen oder Medikamenten zu machen. Hier setzt der Gedanke der Notfalldose an. Notärzte und Rettungssanitäter finden alle wichtigen medizinischen Informationen des Patienten an einem zentralen Ort: dem Kühlschrank. Als Wegweiser dienen jeweils zwei Aufkleber, die an der Innenseite der Wohnungstür und am Kühlschrank befestigt werden. Der Kühlschrank ist der richtige Ort für die Notfalldose, weil er als Aufbewahrungsort vielen Helfern bereits bekannt ist.

In der Dose befindet sich ein Notfall-Infoblatt, das Aufschluss über beispielsweise Krankheiten, Allergien und Unverträglichkeiten geben soll. Auch Infos zu Präparaten sowie der Medikamenteneinnahme können die Ersthelfer dem Infoblatt entnehmen, sodass die Behandlung auf den Patienten abgestimmt ist. Helfer wissen dann sofort, wo die Notfall-Dokumente zu finden sind. Warum die Dose gerade im Kühlschrank gelagert werden soll, erklärt Bernd Wesselbaum so: „Jeder hat einen und der steht immer in der Küche. So kann nochmals Zeit gespart werden.“