Stipendium für Studenten-Start-ups vergeben

Nael Alshowaikh ist mit seiner Gründungsidee „E-Mama“ einer der ersten Studierenden, der davon profitiert.

Kinderfüße sind noch vergleichsweise klein und dennoch hinterlassen die Jüngsten unter uns bereits einen CO2-Fußabruck. Dieser beschreibt die Fläche der Erde, die notwendig ist, um den Lebensstandard eines Menschen zu ermöglichen. Das heißt, für alles, was im Alltag benötigt wird, dazu zählen Nahrung, Energie, Kleidung, Möbel und Gebrauchsgegenstände, wird eine entsprechende Fläche fällig. Mit seiner Onlineplattform „E-Mama“ hat Nael Alshowaikh eine Idee entwickelt, wie der CO2-Fußabdruck reduziert werden kann. Registrierte Nutzer stellen Kinderkleidung ein, die zu günstigen Preisen verkauft oder getauscht wird. Die Produkte werden also weitergenutzt statt entsorgt.
Die Idee ist im Rahmen des Seminars „Net Economy“ unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Weber entstanden. Dabei arbeiten Studierende verschiedener Universitäten aus aller Welt online über die Plattform „Net Economy“ zusammen und entwickeln ein Geschäftsmodell. Die besten Ideengeber innerhalb der Teams dürfen an einem 2-Tages-Workshop am Krinova Incubator & Science Park in Kristianstad teilnehmen, darunter in diesem Jahr auch Nael Alshowaikh. Durch den Besuch in dem führenden Innovations-Zentrum in Schweden, hat der Soester Student die Chance erhalten, dort für ein halbes Jahr intensiv an seiner Geschäftsidee weiterzuarbeiten. Über das Stipendium freut er sich sehr, denn die Förderung erlaubt es ihm, finanziell entlastet zu sein und sich voll und ganz auf sein Gründungsvorhaben konzentrieren zu können.     

Das von Prof. Dr. Andreas Gerlach initiierte Stipendienprogramm für Studenten-Start-ups soll Gründungsprojekte in einer sehr frühen Phase unterstützen. Wir fördern zu diesem Zweck Stipendiaten mit monatlich 500 Euro über einen Zeitraum von sechs bis neun Monaten. Damit möchten wir zum Ausdruck bringen, dass es auch in der Region Südwestfalen durchaus eine florierende Gründerszene gibt. „Die Hochschule mit ihren mehr als 14.000 Studierenden aller Fachbereiche ist eine pulsierende Denkfabrik und Zukunftswerkstatt. Hier werden ständig technologische Innovationen und spannende Geschäftsideen entwickelt“, erklärt Prof. Dr. Gerlach. „Gemeinsam mit der Volksbank Hellweg möchten wir, dass diese Ideen verwirklicht werden – und zwar hier in Soest. Dazu ist das Stipendium ein wichtiger weiterer Schritt.“
Bernd Wesselbaum, Vorstandsvorsitzender Volksbank Hellweg eG:
„Wir unterstützen junge Unternehmer in der Gründungsphase, weil wir in unserer Region mutige Start-Ups brauchen. Denn Innovationen sorgen für Dynamik in der Wirtschaft – von der Produktion bis zu den Dienstleistungen. Durch das Stipendium minimieren wir die finanzielle Hürde und tragen dazu beitragen, den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen. Die wirtschaftliche Entwicklung der Region liegt uns seit über 100 Jahren am Herzen und als Bank tragen wir Verantwortung, mit flankierenden finanziellen Konzepten den Pioniergeist zu fördern.“