Mehr Sicherheit für Radfahrer an Ampelkreuzungen

Verkehrsspiegel statt Weihnachtspost für unsere Kunden und Geschäftspartner

Auch in diesem Jahr verzichten wir auf Weihnachtspost. Stattdessen spendieren wir das dadurch eingesparte Geld für Ampelspiegel, die Radfahrer in Soest, Werl und Warstein in Kreuzungsbereichen schützen sollen. Der Spiegel sorgt für bessere Sicht in den so genannten toten Winkel. Die Gefahr für Radfahrer, durch abbiegende Fahrzeuge übersehen zu werden, wird dadurch verringert.

Nach bundesweit einigen schweren Unfällen, bei denen Radler getötet wurden, ist die Diskussion lebhafter denn je. Allein in Nordrhein-Westfalen starben 2017 laut Polizeibericht 71 Radfahrer, weil abbiegende Autos, Lastwagen oder Busse sie übersahen. In Soest hatte es im November vergangenen Jahres einen tödlichen Unfall an einer Kreuzung gegeben. Damals hatte ein Lkw-Fahrer einen zwölfjährigen Jungen auf seinem Fahrrad übersehen und angefahren. Das Kind starb noch an der Unfallstelle. Durch die Initiative von Bernd Gockel wurde ein Ampelspiegel an dieser Unfallstelle Deiringser Weg/Wisbyring im Mai dieses Jahres angebracht – ganz in der Nähe der Volksbank. In den Niederlanden wird das System schon seit einigen Jahren erfolgreich eingesetzt und auch die Fahrradstadt Münster hat 50 Kreuzungen mit den Spiegeln ausgestattet. Unfälle beim Rechtsabbiegen geschehen leider immer wieder. Eine mögliche Lösung: unter der Ampel hängt ein Spiegel, der Lastwagenfahrern und anderen Fahrzeugen schwer einsehbare Bereiche am Straßenrand zeigt.

Insgesamt übernehmen wir Kosten in Höhe von 18.400 Euro für sechs Spiegel in Soest, einen in Warstein und fünf in Werl übernehmen. Ein Spiegel kostet zwischen 800 und 1.400 Euro, je nach Größe und Montageaufwand. Die Bürgermeister der drei Städte sind dankbar und begrüßen unsere Initiative, denn damit tragen wir aktiv zur Verkehrssicherheit in den Städten bei. ADFC-Vorstandsmitglied Manfred Scholz bestellt die Spiegel für die Städte. Die Montage wird nach der Lieferung der Spiegel zu Beginn des Jahres erfolgen.

„Der Spiegel ist für Lkw-Fahrer gedacht, die bei Rot Radfahrer neben sich im Blick haben“, informiert Manfred Scholz.

  • Im ersten Schritt werden in Soest zwei Spiegel an der Kreuzung des Riga-Rings mit dem Opmünder Weg angebracht werden. Weitere Kreuzungen in Soest folgen.
  • In Warstein wird zunächst die Kreuzung an der Metzgerei Cremer bestückt und
  • in Werl erhält die Ampel an der Kreuzung Unnaer Strasse/Westuffler Weg einen Spiegel. Weitere Kreuzungen in Werl folgen.

In Soest muss auch erst noch ein Gutachten zu den Ampelkreuzungen abgewartet werden, das im Frühjahr 2019 vorliegen wird. „Die Spiegel sind nicht nur ein Instrument, um die Sichtbarkeit von Fahrradfahrern zu erhöhen, sondern auch ein Symbol für Verkehrsteilnehmer, dass besondere Vorsicht geboten ist“, betont Manfred Scholz vom ADFC. „Jede Kreuzung von Verkehrswegen ist eine potenzielle Konfliktstelle, deshalb kann ein Ampelspiegel eine Hilfe sein. Allerdings ersetzt dieser keinesfalls den Schulterblick des Autofahrers“.

„Dieser schreckliche Unfall und das Engagement von Herrn Gockel haben uns auf die Idee gebracht, den Kauf weiterer Spiegel zu unterstützen“, erklärte unser Vorstandsvorsitzender Bernd Wesselbaum. Anfragen beim ADFC und den Bürgermeistern der Städte stießen auf Zuspruch. Mit dem Kauf der Spiegel allein ist es allerdings nicht getan. Bernd Wesselbaum: „Wir können die Spiegel kaufen und somit einen Beitrag zur Sicherheit der Radfahrer leisten, montieren und warten müssen es andere, in der Regel sind das spezielle Firmen, die von der Stadt oder Straßen.NRW beauftragt werden.“