Migration auf neues Kernbankensystem erfolgreich abgeschlossen

Am dritten Wochenende im August 2018 herrschte Ausnahmezustand in unserer Bank. Alle 270 Mitarbeiter haben an ihren Arbeitsplätzen die Umstellung auf die neue Ära unseres IT- Systems verfolgt und getestet.

Über ein Jahr hat das Projektteam „Migration“ den Umstellungstag vorbereitet. Mit Spannung wurde dem 18. August entgegengefiebert. Vorab durchgeführte Testläufe identifizierten kritische Stellen, die für den Echtlauf im August bereinigt wurden. Dann startete der Countdown und der minutengenau getaktete Umstellungsplan konnte ohne Probleme abgearbeitet werden. Im Ergebnis meldete uns die Rechenzentrale frühzeitig ein einwandfreies Ergebnis: Alle Produkte, Daten und Konten wurden problemlos transferiert. Im Vorfeld haben wir unseren Kunden empfohlen, sich für das dritte Augustwochenende ausreichend mit Bargeld zu versorgen. Davon machten viele Kunden Gebrauch und zeigten viel Verständnis für die Einschränkungen.

Bereits am Freitagnachmittag des Umstellungswochenendes blieben unsere Geschäftsstellen geschlossen. Bis Samstagnachmittag waren alle SB-Geräte außer Betrieb, Ein- und Auszahlungen an unseren Geldautomaten waren nicht möglich. Kontoauszugsdrucker und Selbstbedienungsterminals konnten ebenfalls nicht genutzt werden. Das Online-Banking und Online-Brokerage stand bis Montagnachmittag nicht zur Verfügung. Der normale Bankbetrieb konnte am Montag zu den üblichen Öffnungszeiten der einzelnen Filialen beginnen.
Grund für die technische Umstellung war die Tatsache, dass die beiden ehemals selbständigen Rechenzentralen Fiducia und GAD der Volksbanken- und Raiffeisenbanken in Deutschland fusioniert und ein einheitliches EDV-System konzipiert haben. Die Kraftanstrengung der Umstellung hat sich gelohnt, denn nun verfügen wir über eine zukunftsweisende IT-Anwendung. Für uns als Bank und auch für unsere Kunden wird sich in den nächsten Jahren vieles ändern. Eine der wichtigsten Neuerungen wird sein, dass Kunde und Mitarbeiter tendenziell dieselben Systeme nutzen werden. Egal ob ein Kunde online, mobil oder in der Filiale einen Service- oder Beratungsprozess begonnen hat, ein Kanalwechsel wird ohne Datenverluste möglich sein. Dadurch werden wir Anfragen und Aufträge von Kunden schneller und effizienter lösen können. Oftmals wird kein Berater oder Sachbearbeiter mehr eingreifen müssen, um zum Beispiel ein Konto zu eröffnen oder das Dispolimit zu erhöhen. Mit vernetzten Systemen und fallabschließenden Prozesse werden wir für unsere Kunden ein anwenderfreundliches Banking schaffen.