Einstimmigkeit der Vertreterversammlung zum Jahresabschluss 2025
Solides Wachstum hat die Volksbank Hellweg eG ihr Geschäftsjahr 2025 mit Erfolg abschließen lassen. Angesichts eines Bilanzgewinns von 1,14 Millionen Euro wird den 34.522 Mitgliedern für ihre Geschäftsanteile eine Basisdividende und ein Bonus in Höhe von durchschnittlich 6,25 Prozent gezahlt, was auch in diesem Jahr deutlich über dem Kapitalmarktniveau liegt. Hierfür machte die Vertreterversammlung jetzt mit einem einstimmigen Votum den Weg frei. Einstimmig wurden auch Vorstand und Aufsichtsrat entlastet und Aufsichtsratsvorsitzender Holger Schnarre sowie Prof. Dr. Christine Kohring als Mitglied des sechsköpfigen Aufsichtsgremiums wiedergewählt.
Kräftiges Wachstum sowohl im Kreditgeschäft als auch bei den Kundeneinlagen erhöhte die Bilanzsumme der Volksbank Hellweg eG 2025 auf 2,211 Milliarden Euro, was einem Plus von 6,5 Prozent entspricht. Das insgesamt betreute Kundenvolumen, die Summe aller betreuten Geldanlagen und Kredite, wuchs um 6 Prozent auf 4,64 Milliarden. Das hob in seiner Ansprache Volksbank-Vorstandsvorsitzender Bernd Wesselbaum hervor. Bei den Kundeneinlagen gab es mit 1,6 Milliarden Euro ein Plus von 7 %. Das Volumen der Kundenkredite erhöhten sich auf 1,779 Milliarden Euro 2025, ein Plus von 7,3 %. „Das Kreditgeschäft war für uns wieder einmal ein Erfolgsgarant“, sagte er. „Das ist ein im Vergleich zu anderen Banken sehr gutes Ergebnis.“ Das Zinsergebnis erhöhte sich von 40,6 auf 44,4 Millionen Euro. Das Provisionsergebnis legte von 12,6 auf 13,9 Millionen Euro zu. Trotz des Wachstums und der „deutlichen Steigerung des Eigenkapitals“ zeigte sich der Vorstandsvorsitzende mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht zufrieden. „Die Wirtschaftsflaute in Deutschland hat sich fortgesetzt“, sagte er. Die Exportwirtschaft spüre „mächtigen Gegenwind“. Bernd Wesselbaum nannte die „unberechenbare US-Zollpolitik, die Euro-Aufwertung und die immer stärker werdende Konkurrenz von China“ als Gründe. Anfang 2026 sei eine höhere Inflation auch wegen der deutlich gestiegenen Benzinpreise hinzugekommen. „An Wirtschaftswachstum ist in diesem Umfeld kaum zu denken.“
Um die Bank auch personell für die Zukunft zu rüsten, verwies der Vorstandsvorsitzende auf die zu Jahresbeginn erfolgte Einbindung von Axel Otterstedde (47) als weiteres Vorstandsmitglied und die Beauftragung von Dr. Andreas Sommer zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden. Damit seien die Weichen für die Zukunft gestellt, wenn er selbst in den Ruhestand wechsele, so Bernd Wesselbaum. „So haben wir die Möglichkeit, zwei Jahre im Dreierteam zu arbeiten.“ Axel Otterstedde, seit mehr als 20 Jahren über seine Bausparkassen-Tätigkeit in sehr engem Kontakt mit der Volksbank Hellweg und seit 2018 Leiter der Firmenkundenbank, nutzte die Versammlung, sich den Vertreterinnen und Vertretern kurz mit eigenen Worten persönlich vorzustellen.
Petra Golz
- Vertriebsmanagement (Leitung)
Filialen
- Regionalzentrum Soest
Telefon
02921 / 393-260Der Vorstandsvorsitzende hob hervor, dass die Volksbank einen besonderen Fokus auf junge Kunden lege. Diese Zielgruppe werde von allen Banken stark umworben. Angebote seien ausgeweitet worden. So werde der Start ins Berufsleben durch ein für begrenzte Zeit kostenloses Girokonto und eine kostenlose Kreditkarte erleichtert. Mit Tagesfahrten und Finanzworkshop suche die Bank eine Anbindung ans Haus.
Bernd Wesselbaum verwies auf die sehr gute Bewertung der Volksbank Banking App. Bestandteil sei das neue Zahlungsangebot Wero. Es sei aus der Zusammenarbeit von sechs europäischen Banken entstanden und „schnell, komfortabel und sicher“. Die Vertreter lud er ein, sich an einem in der Soester Stadthalle aufgebauten Stand über die Nutzung zu informieren und sich registrieren zu lassen. Wero solle ein europäischer Gegenpart zum amerikanischen Paypal werden.
Die Volksbank Hellweg ist mit ihrem Netz von acht Geschäftsstellen in allen Städten und Gemeinden ihres Geschäftsgebietes mit einer personenbesetzten Filiale vertreten. Die erheblichen Investitionen der vergangenen Jahre seien als „Bekenntnis zum Filialnetz“ zu verstehen, sagte Bernd Wesselbaum. Er hob den gelungenen Umbau der Filiale Bad Sassendorf hervor und erinnerte an das Durschneiden des Eröffnungsbandes an der Seite von Bürgermeister Malte Dahlhoff. Eine andere sinnvolle Investition sei der Bau einer Photovoltaikanlage über den Mitarbeiterparkplätzen an der Hauptstelle Soest, wofür die Stadt Soest der Volksbank den Klimaschutzpreis verliehen habe. Zwei weitere wichtige Baumaßnahmen stünden in diesem und nächsten Jahr an. In diesem Jahr solle mit der Renovierung des Erdgeschosses in Soest begonnen werden, 2027 sei gleiches in Werl geplant. Während der Bauzeit soll es kundenfreundliche Lösungen geben.
Indikator für das positive Wirken in die Region hinein sind 257.644 Euro Spendengelder, die 2025 ausgeschüttet wurden. Mit über 120.700 Euro war das Crowdfunding im 10. Jahr erfolgreich. Im Jubiläumsjahr konnte damit auf insgesamt 264 erfolgreiche Projekte mit der beeindruckenden Spendensumme von 1.528.059 Euro zurückgeblickt werden. Die Volksbank steuerte im Rahmen des Co-Fundings 139.805 Euro bei. Als Beispiel für weitere erfolgreiche Initiativen der Bank nannte Bernd Wesselbaum die Aktion „Sozial Genial“, die viele Schülerinnen und Schüler anspricht sich zu engagieren.
Mit einer Gesamtzahl von 284 Angestellten, darunter 27 Auszubildende und 73 Männer und Frauen in Teilzeit, füllt die Volksbank ihre Rolle als attraktiver Arbeitgeber aus. Beste Erfahrungen wurden 2025 wieder mit branchenfremden Bewerbern gemacht. Unter dem Applaus der versammelten 192 stimmberechtigten Vertreter bedankte der Vorsitzende des Vorstandes sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für deren engagierten Einsatz und stellte insgesamt zum Jahresabschluss 2025 fest: „Die Volksbank Hellweg steht sehr gut da. Unsere Perspektiven sind sehr gut“.
Zum anstehenden großen Fußball-Ereignis bietet die Volksbank ihren Kunden übrigens etwas Besonderes an. Mit einem Weltmeister-Sparbrief „können auch die Kunden gewinnen und sich eine attraktive Geldanlage sichern“, so Bernd Wesselbaum.
Weitere Zahlen zum Abschluss 2025 stellte stellvertretender Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Sommer den in der Stadthalle versammelten Vertretern bei den Erläuterungen der Aktiva und Passiva sowie der Gewinn- und Verlustrechnung vor. Mit Blick auf die vorhandenen Barreserven sagte er: „Wir sind sehr, sehr liquide.“ Er verwies zudem auf das weiter gestärkte Eigenkapital. Außerdem: „Wir sind ein aktiver Steuerzahler und leisten unseren Beitrag“, bilanzierte er angesichts einer Steuerzahlung von rund 2,8 Millionen Euro. Auch mit Blick auf die „sehr gute Rendite“ von 6,25 % im Durchschnitt sagte Dr. Sommer: „Unser Genossenschaftsmodell funktioniert. Wie zuvor schon der Vorstandsvorsitzende lobte er die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Sie sind am Erfolg der Bank beteiligt“. Dem schloss sich der im Amt bestätigte Aufsichtsratsvorsitzende Holger Schnarre gern an und resümierte für das Aufsichtsgremium: „Es war ein herausforderndes, aber letztlich gutes Jahr.“
Die vom Internet ausgehende Gefahren für Unternehmen und Privatleute thematisierte in einem anschließenden Vortrag Torsten Töllner. Der Inhaber des „Cyber Competence Centers“, das Unternehmen über effektive Schutzmaßnahmen gegen Angriffe von außen auch in Zusammenarbeit mit der R+V-Versicherung berät, wies daraufhin, dass ständige Aufmerksamkeit nötig sei. Niemand dürfe sich in Sicherheit wiegen – auch wenn es sehr menschlich sei, in der digitalen Welt weiter analog zu denken. Die Cyber-Kriminalität sei inzwischen größer als der Drogenhandel. „Dagegen müssen wir uns wappnen“, sagte er. Im Privaten lauerten Gefahren, weil das „Nachbauen von menschlichen Stimmen“ mit Hilfe der KI, die er als „Turbolader für die Cyber-Kriminalität“ bezeichnete, sehr einfach geworden sei. Dafür hatte zu Beginn der Versammlung schon Bernd Wesselbaum ein Beispiel auf der Videoleinwand vorgeführt, als seine eigene Stimme – digital generiert – einen Text sprach, der nicht von ihm stammte. Auch er warnte vor den Gefahren des Netzes, Torsten Töllner wies allerdings ebenfalls darauf hin , dass man „nachts gut schlafen kann“, wenn man effektive Schutzmaßnamen ergreife. Für den Referenten ist das Zusammenwirken einer externen Analyse und einer Versicherung die ideale Form.